Google verliert gegen Yahoo: David gegen Goliath

Google verliert Nutzer: Info

Google verliert gegen Yahoo, nachdem Mozilla den Standardbrowser für Firefox geändert hat.

Google ist für die meisten Internetnutzer das Synonym für die Suchmaschine im Netz. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird nicht im Internet gesucht, sondern gegoogelt. Anderen Suchmaschinen wie Bing oder Yahoo gefällt dies natürlich wenig, denn sie rangieren hinter der Allmacht Google allenfalls unter ferner liefen. Eine Entscheidung von Mozilla könnte jetzt den Marktanteil von Google reduzieren. Seit Dezember verwendet Mozilla als Standardsuchmaschine in seinem Browser Firefox nicht mehr Google, sondern Yahoo. Google verliert dadurch die Nutzer, die ausschließlich über die eingebettete Suchmaschine im Browser suchen und sich nicht darum kümmern, welche es ist.

 

Mozilla verabschiedet sich von Google

Die Entscheidung von Mozilla, künftig enger mit Yahoo zusammenzuarbeiten, verschaffte Google ein Anfragen-Tief. Lag der Marktanteil von Google im Dezember 2013 noch bei 79,3 Prozent, fiel er innerhalb eines Jahres aus 75,2. So wenig Zuspruch hatte Google noch nie, seit 2008 mit der Analyse der Nutzerzahlen von Suchmaschinen begonnen wurde. Dennoch verspürt Google beim Betrachten dieser Zahlen allenfalls ein zartes Kratzen am Fundament des Suchmaschinen-Throns. Bis an diesem ernsthaft gerüttelt wird, muss noch einiges geschehen. Die Entscheidung von Mozilla führt eher zu Rangeleien zwischen Bing und Yahoo. Diese liegen nämlich im Ranking nahezu gleichauf und müssen sich nun um den zweiten Platz streiten. Google verliert zwar einige Nutzer, die ihre Standard-Suchmaschine aus Bequemlichkeit nicht ändern, es ist aber zu vermuten, dass bisherige Google-Nutzer früher oder später wieder in den Kreis der Google-Sucher zurückkehren.

 

Konkurrenz belebt das Geschäft!

Immer wieder gibt es Diskussionen über die Datenverarbeitung von Google und damit einhergehende Datenschutzprobleme, trotzdem hat Google weiterhin die Nase vorn. Als altgedienter Marktführer hat Google nicht nur die meisten Nutzer, sondern auch den meisten Inhalt. Oft führen gescheiterte Suchanfragen die Google-Abtrünnigen wieder in die Google-Familie zurück – wenn sie nämlich bei Yahoo oder Bing nicht finden, was sie suchen. Google verliert also nicht ernsthaft. Dennoch ist ein bisschen Konkurrenz für das Geschäft ja oft gar nicht so schlecht und fördert neue Ideen. Mit einem Marktanteil von etwa 12 Prozent in den USA ist Firefox auf jeden Fall auf einem guten Weg, um Google ein bisschen Druck zu machen. Zusammen mit denen, die aus Überzeugung eine andere Suchmaschine als Google wählen, können sie vielleicht wenigstens Kratzspuren am Thron hinterlassen.

 

Mit Material von SPIEGEL ONLINE

Bild © Google © Yahoo