Mysterium Versicherungen? Junge Leute haben keine Ahnung!

Versicherungen für junge Leute: Info

Versicherungen: Junge Leute sollen mehr in der Schule lernen.

Die Schule soll Schüler auf das Leben vorbereiten. Sie lernen dort lesen und schreiben, die Grundlagen der Mathematik und wie die Vergangenheit die Gegenwart geprägt hat. Man führt sie ein in ferne Länder und die Kunst der Musik. Doch ist das alles lebensrelevant? Der Bund der Versicherten e. V. (BdV) sieht Defizite in der schulischen Ausbildung, beispielsweise beim Thema Versicherungen. Junge Leute hätten keine Ahnung, welche Versicherungen sinnvoll seien und welche nicht. Dies ergab eine nicht repräsentative Umfrage über WhatsApp, bei der 15- bis 18-Jährige zu ihren Erfahrungen mit dem Thema befragt wurden.

 

Der Wunsch: Das Thema Versicherungen in den Lehrplan integrieren

Zwar stehen Recht, Wirtschaft und Politik in den meisten Schulen auf dem Lehrplan, das Thema Versicherungen wird jedoch nur selten behandelt. Dabei könnte der Wirtschaftsunterricht die richtige Plattform sein für das Thema Versicherungen. Junge Leute könnten hier lernen, welche Versicherungen es gibt und was es bei diesen zu beachten gilt. Der Mathematikunterricht kann mit Zins- und Zinseszinsrechnung auf das Leben als Versicherungsnehmer vorbereiten. Wenn es nach dem BdV geht, sollten Schüler bei dieser Gelegenheit auch auf die politischen Ränkespiele vorbereitet werden, die die Versicherungslobby betreibt. Auch unabhängige Plattformen, auf denen sich Jugendliche über Versicherungen und Finanzthemen informieren und fortbilden können, stehen auf dem Wunschzettel des BdV. Die Aufklärung solle jedoch nicht durch Vertreter von Versicherungen erfolgen, sondern als objektiver Lerninhalt in den Lehrplan aufgenommen werden.

 

Sind Versicherungen erst der Anfang? Die Schule ist nicht der einzige Bildungsverantwortliche!

Mit dem Wunsch nach mehr Versicherungsthemen für Jugendliche kommt wieder einmal die Frage auf, was Schule leisten muss und was man von einem künftig mündigen Bürger eines Staates an mentaler Eigenleistung verlangen darf. Dass viele Lehrinhalte der Schule nur eingeschränkten Praxisnutzen für das spätere Leben haben, ist unumstritten. Dass viele zusätzliche Inhalte nützlich wären, sicher auch. Aber was soll Schule denn noch alles leisten? Kinder erziehen, ihnen eine solide Bildung vermitteln, sie aufs Leben vorbereiten. Jetzt auch noch Versicherungen? Junge Leute vergangener Generationen haben es auch ohne Sonderbehandlung geschafft, vollwertige Mitglieder der Gesellschaft zu werden. Und denen hat in der Schule auch keiner erklärt, wie man einen Baum pflanzt, ein Haus baut, eine Versicherung abschließt oder eine Steuererklärung abgibt. Groß geworden sind sie trotzdem alle.

 

Mit Material von bundderversicherten.de

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