Neue App Shopkick: Mit Fernsteuerung zu mehr Umsatz gelangen

Neue App Shopkick: Info

Die neue App Shopkick soll Menschen in die Geschäfte locken.

Heute noch nichts vor? Mit der neuen App Shopkick wird der Langeweile abrupt ein Ende gesetzt. Die App veranstaltet quasi eine virtuelle Schnitzeljagd nach Bonuspunkten und schickt ihre Nutzer von Geschäft zu Geschäft. Gespickt mit kleinen Zusatzaufgaben füllt sich nach und nach das Punktekonto. Die Währung heißt „Kicks“ und kann am Ende gegen Einkaufsgutscheine getauscht werden.

 

Schnitzeljagd mit subtilen Kaufverlockungen

Die neue App Shopkick soll den stationären Handel fördern, die Menschen in die Geschäfte treiben und auf Produkte aufmerksam machen, von denen sie bis dato noch nicht mal ahnten, dass sie sie brauchen oder wollen könnten. In Amerika ist die Shopping-App bereits ein voller Erfolg für Ladenbesitzer. Beim morgendlichen Blick auf das Smartphone bekommt man als Shopkick-Nutzer beispielsweise eine Aufforderung, doch heute mal einen Baumarkt aufzusuchen. Netterweise wird dieser Hinweis begleitet von der Adresse des besagten Baumarkts, damit man auch den Weg findet. Wie ferngesteuert führt einen also nach dem Frühstück die Reise in den Baumarkt, wo weitere Instruktionen folgen. Glühbirne scannen: 15 Punkte, Blaumann anprobieren: 30 Punkte, es länger als 30 Minuten im Laden aushalten: 20 Punkte. Subtil weckt die App Begehrlichkeiten und beeinflusst das Kaufverhalten. Wenn man die Glühbirne schon mal in der Hand und den Baumann schon am Körper hat, kann beides anschließend ja auch in den Einkaufswagen wandern. Der Kunde kauft also mehr, als er eigentlich wollte, was wiederum den Ladenbesitzer freut. Während Ladenbesitzer es begrüßen, Kunden appgesteuert in ihren Laden zu locken, sind die Deutschen noch skeptisch. Obwohl schon über eine halbe Million Menschen die neue App Shopkick runtergeladen haben, nutzt weniger als ein Viertel der Leute sie auch regelmäßig. Konsum-Experten gehen jedoch davon aus, dass die Punktejagd bald deutlich populärer werden könnte.

 

Shopkick-App hat Potential!

Wie bei jeder App, die ihre Nutzer fernsteuert und dazu veranlasst, wie Zombies irgendwelche Dinge auszuführen, schreien Datenschützer laut auf. Auch die neue App Shopkick wird dabei natürlich nicht von der Kritik verschont. Die Datenerhebung und -auswertung erfolgt anonym. Wer seine Payback- oder EC-Karte benutzt oder auch das WLAN seines Smartphones eingeschaltet hat, wird ohnehin überwacht, dokumentiert und gespeichert. Da kommt es auf eine App mehr auch nicht mehr an. Für den stationären Handel ist die App sicher praktisch. Der geneigte Nutzer wird aus dem Haus gelockt und kommt mal an die frische Luft und gibt Geld im Laden aus, statt daheim am PC zu shoppen. Daraus könnte man mehr machen. Wie wäre es mit einer App, die eine Stunde Spazierengehen mit einem Apfel belohnt? Eine Packung Pflaster verspricht, wenn man das Skateboard aus dem Keller holt? Die Füchse unter den App-Nutzern können dann mit dem Skateboard in den empfohlenen Baumarkt fahren, den dortigen Aufenthalt als Spaziergang verbuchen und so gleich drei Fliegen mit einer Klappe schlagen – das hat Potential!

 

Mit Material von wiwo.de

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