Die Debatte um den deutschen Atomausstieg verläuft sich in diesen Tagen in einem Kompromiss. Während einige Meiler bereits im kommenden Jahr vom Netz genommen werden sollen, werden die Restlaufzeiten für andere Kraftwerke um bis zu vierzehn Jahre ausgedehnt. Die letzte Entscheidung über die Restlaufzeiten will die Bundesregierung jedoch erst nach der Sommerpause treffen. Den Rest des Beitrags lesen »
Eon hält an verlängerter Nutzung der Kernkraft fest
12. Mai 2010Der Kampf um die Lebenszeit der Atomkraft in Deutschland ist noch nicht vorüber. Eon sieht weiterhin Chancen für eine Verlängerung der Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke. So die Aussagen des neuen Eon-Chefs Johannes Teyssen Anfang der Woche nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur dpa. Schwarz-Gelb hatte zuvor seine Mehrheit im Bundesrat verloren. Damit sahen Atomkraftgegner das Schicksal der deutschen Atommeiler besiegelt. „Wir gehen aber davon aus, dass die Bundesregierung weiter klar zu ihrer Entscheidung für eine Laufzeitverlängerung steht“, führte Teyssen aus. Den Rest des Beitrags lesen »
Unflexible Kraftwerksbetreiber und ihre verschwenderische Sturheit
31. Dez 2009An den Weihnachtsfeiertagen fiel ein Doppelrekord: während Windräder im ganzen Land mehr Energie einspeisen konnten als 20 Atomkraftwerke, fiel der Energiepreis an der Leipziger Börse in ein tiefes Loch. Kraftwerksbetreiber, die ihren Strom absetzen wollten, mussten 20 Cent pro Kilowattstunde draufzahlen!
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RWE beendet Atomkraftwerks-Projekt in Bulgarien
29. Okt 2009
Der Essener Energieversorger RWE steigt aus dem bulgarischen Atomkraftwerks-Projekt Belene aus. RWE kündigte nach eigener Aussage den Kooperationsvertrag wegen ungelöster Finanzierungsfragen.
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Kartellamt kritisiert geplante AKW-Laufzeitverlängerung
12. Okt 2009
Das Bundeskartellamt äußert heftige Kritik an den geplanten Laufzeitverlängerungen für deutsche Atomkraftwerke. Die unabhängige Stromerzeugung habe im Wettbewerb mit der Kernenergie kaum eine Chance.
Pro-Klima-Strom = Atomstrom
13. Nov 2008Atomstrom hat viele Vorteile, doch die meisten liegen beim Betreiber der Kraftwerke. Um den Kunden die große Freude an den geballten Profiten beim Atomstrom schmackhaft zu machen, hat sich der Essener Energiekonzern RWE jetzt etwas ganz Innovatives ausgedacht.
„Pro-Klima-Strom 2011“ heißt der neue Tarif von RWE und ist damit der erste Tarif für Privatkunden, dessen Strom hauptsächlich aus Atomkraftwerken stammt. Der Kunde bekommt bei diesem Angebot 68 Prozent Atomstrom und 32 Prozent Strom, der aus Wasserkraftanlagen stammt. Beides sehr emissionsarme Herstellungsweisen von Strom, daher auch „Pro Klima Strom“. Bei der Erzeugung von einer Kilowattstunde „Pro-Klima-Strom“ würden nur 0,0018 Gramm radioaktiver Abfall entstehen, die Kohlendioxidemissionen liegen bei Null – wirbt der Konzern. Zum Vergleich: Im Jahr 2006 fielen durchschnittlich für jede erzeugte Kilowattstunde Strom in Deutschland 0,0008 Gramm radioaktiver Abfall und 520 Gramm Kohlendioxidemissionen an.
Aktuell ist der „Pro-Klima-Tarif“ erstaunlicherweise teurer als der RWE-Grundversorgungstarif, dafür gibt es eine Preisgarantie für die nächsten drei Jahre. Die anderen Stromtarife des Energieversorgers werden wahrscheinlich ab Januar steigen.
RWE möchte als einer der größten Kernkraftsbetreiber in Deutschland wohl Werbung für die Verlängerung der Laufzeiten der eigenen Kraftwerke machen. Bleiben die gesetzlichen Vorschriften wie gehabt, wird RWE spätestens 2011 seine Reaktoren vom Netz nehmen müssen.

Verfasst von toptarif 

