Atommüll in Gorleben stark kritisiert

16. Mrz 2010

Norbert Röttgen macht ernst mit Gorleben-Erkundung

Atommüll in Gorleben

Gorleben-Erkundung wieder aufgelebt

Klagen von Bürgern – die weitere Erkundung des niedersächsischen Endlagers Gorleben stößt auf heftige Kritik aus allen Lagern. Nach einer zehnjährigen Ruhezeit, in der keinerlei Untersuchungen darüber stattfanden, ob Gorleben geeignet sei, hochradioaktiven Abfall zu lagern, hat Norbert Röttgen (CDU) nun weitere Erkundungen eingeleitet. Doch ob Gorleben wirklich der richtige Standort ist, wird von vielen bezweifelt. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Europaparlament, Rebecca Harms, prangert die Vorgehensweise an und bezweifelt die Eignung von Gorleben als Standort zur Atommülllagerung. „Ignoriert wird alles Wissen um die Schwächen des Salzstocks, um die Geologie und alle Mängel im Verfahren“, so Harms gegenüber der Neuen Presse. Röttgen solle aus Angst vor dem Aufstand in anderen Bundesländern davor zurückscheuen, noch andere Standorte zur Begutachtung heranzuziehen. Dies solle erst stattfinden, wenn Gorleben nach sämtlichen Sicherheitsanalysen für nicht geeignet erklärt würde. Röttgen schätzt, dass in 20 bis 25 Jahren Gorleben in Betrieb genommen werden könne. Den Rest des Beitrags lesen »


Kohl-Regierung soll Gorleben-Gutachten geschönt haben

10. Sep 2009

 

Ist Gorleben eine tickende Zeitbombe?

Ist Gorleben eine tickende Zeitbombe?

Neu aufgetauchte Dokumente beweisen, dass Atom-Experten 1983 von der Kohl-Regierung massiv unter Druck gesetzt wurden. Grund dafür waren ihre Zweifel an der Eignung des Salzbergwerks Gorleben als Atommüll-Lager. Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Gorleben-Akten nun überprüfen lassen.

Den Rest des Beitrags lesen »


Wer haftet für die Erblasten der Atomkraft?

27. Jul 2009

Die Atomdebatte ist nach den jüngsten Zwischenfällen im Kraftwerk Krümmel mal wieder in vollem Gange. Aber nicht nur die Störfälle spalten momentan die Nation, sondern auch der Streit darüber, wer für inaktive Kraftwerke und Atommüllager zahlen soll – die Konzerne oder der Staat?

Den Rest des Beitrags lesen »


Atommüll in die Mehrwegdose

24. Aug 2008

Gut verpacken, luftdicht abschließen und nach Ewigkeiten einfach wieder auspacken und genießen!
Ähnlich wie die gute alte Plastikdose mit Deckel sollen die Pollux-Behälter für Atommüll funktionieren. Warum wir Pollux-Behälter brauchen? Der Grund liegt in den neuen „Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle“, die das Bundesumweltministerium im Internet veröffentlicht hat. Diese Schrift verlangt, dass in Zukunft der Atommüll noch bis zu 1000 Jahre nach Einlagerung zurück geholt werden kann. Nur für den Fall, dass ein Wunder geschieht und zukünftige Generationen einen Weg finden, der es möglich macht, Atommüll unschädlich zu machen oder noch besser wieder zu verwenden – was man hat, das hat man halt. Das hat sich Sigmar Gabriel ganz genau ausgedacht und verteidigt seinen Plan mit dem Argument, dass es mittlerweile international üblich sei, die Rückholbarkeit der Atomabfälle in die Planung mit einzubeziehen. Dass die deutsche Regierung bereits 1983 die Rückholoption wegen zu hoher Kosten und zu hoher Sicherheitsrisiken abgelehnt hat, wurde wohl nach so langer Zeit schon vergessen. Durch die Rückholbarkeit würden nicht nur immense Kosten durch die Jahrhunderte lange Überwachung und Dokumentation der Lager entstehen. Es ist auch davon auszugehen, dass von einem wiederverschließbaren Gefäß ein höheres Risiko von Strahlenabsonderung ausgeht, als von den alten, nicht zu öffnenden Fässern. Aber eigentlich ist diese Frage sowieso nicht relevant, denn in Deutschland sind bis jetzt keine geeigneten Ton- oder Salzhöhlen, die sich für die Endlagerung eignen würden, bekannt. Der einzige Ort, bei dem die Erforschungen aber im Jahr 2000 begründet abgebrochen wurden, ist der Salzstock in Gorleben. Ob nun Gorleben und / oder Pollux-Behälter – Niedersachsen scheint der Mittelpunkt der Atomdiskussion zu sein.


Atomkraft: Steuerfrei und nicht versichert

20. Aug 2008

Die Nutzung von Energieträgern wie Öl und Gas muss laut Gesetzgeber besteuert werden, während die Nutzung nuklearer Brennstoffe unbesteuert bleibt. Zudem sieht das Gesetz über die Produktion von Atomenergie im Schadensfall nur eine Deckung von 2,5 Milliarden Euro vor. Der Präsident des Naturschutzbunds Deutschland e.V., Olaf Tschimpke, bezeichnet deswegen die gesetzlich geforderte Vorsorge für mögliche Gesundheits-, Sach- und Vermögensschäden bei Freisetzung von Radioaktivität als völlig unzureichend.
Daher verlangt der NABU eine Gefahrenzulage für die Atomstromproduktion. Diese Gefahrenzulage soll dann alle Kosten für Sicherheit, Betrieb und Entsorgung abdecken. Durch das hohe Risiko im Schadensfall sind die Gefahren eines Atomkraftwerks auf dem freien Markt nicht versicherbar. Kosten in Milliardenhöhe für den Rückbau von Atomanlagen und die Entlagerung von Atommüll werden nach wie vor vom Steuerzahler und Staat getragen. Aus diesem Grund fordert der NABU, dass die Energiekonzerne einen Teil ihres Gewinns in eine angemessene Vor- und Nachsorge für Sicherheit, Betrieb und Entsorgung investieren, anstatt den Verbrauchern Hoffnungen auf vergünstigten Atomstrom zu machen.


Follow

Get every new post delivered to your Inbox.