Nach der Katastrophe von Nachterstedt wehrt sich die Braunkohleindustrie gegen Vorwürfe und Pauschalverurteilungen. Umweltschützer attackierten sie zuletzt mit Vorwürfen, die Braunkohleverstromung sei nicht nur umweltschädigend und überflüssig, sondern auch lebensgefährlich.
900 Millionen durch Kohlendioxid
10. Jul 2008Umweltbewusstes Handeln zahlt sich aus, ganz besonders wenn es dabei um CO2 Emissionen geht. Das sorgt für frische Luft für die Region und Taschen voller Geld. Möglich macht das der Handel mit CO2-Emissionshandelszertifikaten. Deutschland hat so viele Emissionen eingespart, dass es die nicht benötigten Zertifikate jetzt meistbietend versteigern kann. 900 Millionen Euro erwartet der Bund durch den Verkauf der Kohlendioxid-Emissionshandelszertifikate, mehr als das Doppelte im Vergleich zum Vorjahr. So lauten die Zahlen, die das Bundesumweltministerium jetzt bekannt gab. Grundlage für diese Rechnung ist der Durchschnittspreis für Kohlendioxidemissions-Berechtigungen multipliziert mit 40 Millionen Zertifikaten, die Deutschland wegen seines vorbildlichen Verhaltens nicht benötigt. Alleine von Januar bis Mai 2008 konnte der Bund mit dem Zertifikatshandel 422 Millionen Euro erzielen, 22 Millionen mehr als der Etat-Ansatz für das ganze Jahr beträgt. Gespart wurden die Emissionen vom Volk, doch die monetären Gewinne bleiben bisher beim Staat. Eine Ungerechtigkeit, wie Gudrun Kopp, FDP-Bundestagsabgeordnete, findet. Die Zusatzeinnahmen müssten an die Bürger – zum Beispiel durch eine Senkung der Ökosteuer – zurückgegeben werden.
Grüner Produzieren
5. Jun 2008Strom ist teuer. Zunächst zahlt man den Strom an selbst, dann weitere 25 Euro pro Tonne CO2 Emission – und schließlich leidet auch das Firmenimage darunter, wenn man als Stromverschwender gilt. Das haben viele Firmen jetzt erkannt und setzen auf grünen Strom. Die Zentrale von Google in Kalifornien hat es vorgemacht und ist mittlerweile Selbstversorger – durch Solaranlagen. Das ist praktisch, sparsam und gut fürs Image. So sieht es auch der Vizepräsident von Ford, der zugleich auch Umweltbeauftragter des Konzerns ist.
Ford möchte durch den Einsatz von grünem Strom die Umweltbelastung, die durch die eigene Produktion entsteht, reduzieren. Nicht nur die Fahrzeuge selbst sollen weniger verbrauchen, sondern der ganze Lebenszyklus eines Autos soll von der Produktion bis zum Recycling umweltverträglicher werden. Deswegen setzt das Unternehmen Ford seit 2008 auf Wasserkraft, alleine durch das Werk in Köln werden so 190.000 Tonnen CO2 Emissionen eingespart. Der Reinigungsspezialist Kärcher macht es wie Google und nahm 2000 das größte Solarkraftwerk in seiner Region in Betrieb.
Der Trend geht zum Ökostrom. Immer mehr Unternehmen entdecken, dass sich damit Kosten sparen lassen und man gleichzeitig ein reineres Gewissen mit höherem Ansehen kombinieren kann. Wenn auch sie ein kleines Familienunternehmen haben und noch die Investitionen für eine eigene Solaranlage scheuen, dann vergleichen sie doch bei TopTarif, ob es auch für sie eine grüne Alternative gibt.
Verfasst von toptarif