Braunkohleindustrie auf der Anklagebank

23. Jul 2009

Nach der Katastrophe von Nachterstedt wehrt sich die Braunkohleindustrie gegen Vorwürfe und Pauschalverurteilungen. Umweltschützer attackierten sie zuletzt mit Vorwürfen, die Braunkohleverstromung sei nicht nur umweltschädigend und überflüssig, sondern auch lebensgefährlich.

Den Rest des Beitrags lesen »


900 Millionen durch Kohlendioxid

10. Jul 2008

Umweltbewusstes Handeln zahlt sich aus, ganz besonders wenn es dabei um CO2 Emissionen geht. Das sorgt für frische Luft für die Region und Taschen voller Geld. Möglich macht das der Handel mit CO2-Emissionshandelszertifikaten. Deutschland hat so viele Emissionen eingespart, dass es die nicht benötigten Zertifikate jetzt meistbietend versteigern kann. 900 Millionen Euro erwartet der Bund durch den Verkauf der Kohlendioxid-Emissionshandelszertifikate, mehr als das Doppelte im Vergleich zum Vorjahr. So lauten die Zahlen, die das Bundesumweltministerium jetzt bekannt gab. Grundlage für diese Rechnung ist der Durchschnittspreis für Kohlendioxidemissions-Berechtigungen multipliziert mit 40 Millionen Zertifikaten, die Deutschland wegen seines vorbildlichen Verhaltens nicht benötigt. Alleine von Januar bis Mai 2008 konnte der Bund mit dem Zertifikatshandel 422 Millionen Euro erzielen, 22 Millionen mehr als der Etat-Ansatz für das ganze Jahr beträgt. Gespart wurden die Emissionen vom Volk, doch die monetären Gewinne bleiben bisher beim Staat. Eine Ungerechtigkeit, wie Gudrun Kopp, FDP-Bundestagsabgeordnete, findet. Die Zusatzeinnahmen müssten an die Bürger – zum Beispiel durch eine Senkung der Ökosteuer – zurückgegeben werden.


Grüner Produzieren

5. Jun 2008

Strom ist teuer. Zunächst zahlt man den Strom an selbst, dann weitere 25 Euro pro Tonne CO2 Emission – und schließlich leidet auch das Firmenimage darunter, wenn man als Stromverschwender gilt. Das haben viele Firmen jetzt erkannt und setzen auf grünen Strom. Die Zentrale von Google in Kalifornien hat es vorgemacht und ist mittlerweile Selbstversorger – durch Solaranlagen. Das ist praktisch, sparsam und gut fürs Image. So sieht es auch der Vizepräsident von Ford, der zugleich auch Umweltbeauftragter des Konzerns ist.

Ford möchte durch den Einsatz von grünem Strom die Umweltbelastung, die durch die eigene Produktion entsteht, reduzieren. Nicht nur die Fahrzeuge selbst sollen weniger verbrauchen, sondern der ganze Lebenszyklus eines Autos soll von der Produktion bis zum Recycling umweltverträglicher werden. Deswegen setzt das Unternehmen Ford seit 2008 auf Wasserkraft, alleine durch das Werk in Köln werden so 190.000 Tonnen CO2 Emissionen eingespart. Der Reinigungsspezialist Kärcher macht es wie Google und nahm 2000 das größte Solarkraftwerk in seiner Region in Betrieb.

Der Trend geht zum Ökostrom. Immer mehr Unternehmen entdecken, dass sich damit Kosten sparen lassen und man gleichzeitig ein reineres Gewissen mit höherem Ansehen kombinieren kann. Wenn auch sie ein kleines Familienunternehmen haben und noch die Investitionen für eine eigene Solaranlage scheuen, dann vergleichen sie doch bei TopTarif, ob es auch für sie eine grüne Alternative gibt.


Energie aus Mist

28. Mai 2008

Achtlos werden sie weggeworfen, die Bananenschalen, der Kaffeesatz und die Apfelgriebe – dabei sind sie wertvolle Rohstoffe. Warum also kein Geld aus dem machen, was andere einfach wegwerfen?

Das Schweizer Unternehmen Kompogas will aus Biomüll Gewinn erzielen, doch dafür braucht man sehr viel Mist. 20.000 Tonnen Bioabfall wären pro Jahr nötig, um 1000 Haushalte mit Energie zu versorgen. Aber wie wird eigentlich aus Mist Energie gemacht? Die Antwort ist einfach: Den Mist liegen lassen. Die Gärung der Verwesung sorgt dann für ordentlich Biogas, aus dem wiederum Energie gewonnen wird. Ein kleines Kraftwerk in Klingnau produziert so bereits 2,9 Millionen m3 Biogas jährlich und als Nebenprodukt 18.000 m3 Naturdünger. Über 4 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt das Unternehmen bereits heute. Für die Einspeisung ins Stromnetz bekommt es vom Bund, der CO2-freie Energie unterstützt, umgerechnet 12 Cent pro Kilowattstunde.

Vierzig solcher Werke gibt es mittlerweile, wobei sich 15 davon in der Schweiz befinden. Der Stromanbieter Axo ist mit 49% an Kompogas beteiligt und will bis 2020 sein Angebot an Strom aus Biogas und Wasserkraftwerken noch ausbauen. Dieses Vorhaben des Stromanbieters passt auch hervorragend zu den Plänen des Kanton Bern, der bis 2011 mindestens zehn weitere Biogasanlagen in Betrieb nehmen möchte. Schrittweise soll so der Bioenergieanteil in der Schweiz bis 2035 von 3,3% auf 8% erhöht werden.

Wer in Deutschland einen Energieversorger sucht, der Biogas anbietet, der sollte sich bei einem Vergleichsportal wie TopTarif informieren.