Die Katze ist aus dem Sack: Die Bundesregierung hat eine Entscheidung im Atomstreit getroffen. Die 17 Atommeiler in Deutschland sollen nun bis zu 14 Jahre länger am Netz bleiben. Die Kraftwerksbetreiber sollen dafür zunächst eine Atomsteuer in Höhe von 2,3 Milliarden pro Jahr zahlen. Zusätzlich wird noch ein weiterer Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energien fällig. Während Umweltminister Röttgen von einem großen Erfolg spricht, sind Umweltverbände und die Opposition empört.
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Hochspannung um E.ON und Vattenfall
6. Nov 2009Kurz nachdem der Energiekonzern Vattenfall als erster deutscher Energieversorger den Verkauf seines Hochspannungsnetzes bekannt gab, verkündet Energiemulti E.ON ähnlich Pläne. RWE und EnBW wollen ihre Leitungsnetze indes behalten.
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Selbstgemachter Atomausstieg
23. Jul 2008Der Atomausstieg soll rückgängig gemacht werden, wenn es nach der CDU/CSU geht. Das würde Unternehmen wie E.ON, EnBW, RWE und Vattenfall sehr gefallen, denn es gäbe noch Millionen zu verdienen mit den noch funktionstüchtigen und abgeschriebenen Atomkraftwerken. „Ohne uns!“, sagt das Aktionsbündnis „Atomausstieg selber machen“ und fordert Stromkunden dazu auf, zu einem unabhängigen Ökostrom-Versorger zu wechseln. Dies wäre die einzige wirksame Reaktion auf die Pläne der Versorger, die – was Atomkraft angeht – keine Diskussionen oder Vergünstigungen kennen. Die Behauptung, dass der Strompreisanstieg durch Atomkraft aufzuhalten sei, ist bereits von EnBW-Chef Villis widerlegt worden. Zusätzlich verdienen die Konzerne durch die CO2-Emissionszertifikate. Deren Wert stellen sie ihren Kunden in Rechnung, während sie selbst 90 Prozent der Zertifikate geschenkt bekommen haben. Ändert sich an diesem Gebaren nichts, dürften die vier Konzerne allein durch den Weiterverkauf der Zertifikate an ihre Kunden bis zum Jahr 2012 zusätzliche 35 Milliarden Euro verdient haben. Jedes Jahr der Laufzeitverlängerung eines bereits abgeschriebenen Atomkraftwerkes würde weitere 250 bis 400 Millionen Euro in die Kasse des Betreibers spülen. Das Versprechen, einen Teil der Gewinne aus Atomkraft dann in erneuerbare Energien zu investieren, ist kein großzügiges Angebot der Konzerne, sondern eine Notwendigkeit, um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben. Was auch immer aktuell diskutiert oder von den Konzernen versprochen wird – nichts davon wird wahr werden, wenn der Atomausstieg rückgängig gemacht wird. Die einzige Art, sich zu wehren, scheint aktuell der Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter zu sein. Wer nicht hören will, der muss halt fühlen und finanzielle Verluste schmerzen die Konzerne sicher am meisten. Wechseln Sie jetzt und setzen Sie ein Zeichen, damit die Atomstromlobby bemerkt, dass Sie sich nicht für dumm verkaufen lassen.
Keine Diskussion – EnBW-Chef Villis ist gegen vergünstigte Sozialtarife
17. Jul 2008Die Gewinne, die durch eine Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken erzielt werden könnten, werden nicht geteilt. EnBW-Chef Villis kennt keine Diskussion, wenn es darum geht, den Strompreis billiger zu machen oder durch günstigen Atomstrom konstant zu halten. Der unter der rot-grünen Regierung beschlossene Atomausstieg ist aus seiner Sicht nicht haltbar. Die Atommeiler müssten weiter laufen, um Versorgungsengpässe abzuwenden. Steigende Strompreise bei sich verdoppelndem Verbrauch sieht er als natürliche Wirkung des Marktes. Immerhin, EnBW hat vor, im nächsten Jahr 1 Milliarde Euro in den Ausbau des Stromnetzes zu investieren. Nicht ganz uneigennützig, denn den Verkauf der Netze schließt Villis völlig aus.
Billiger Atomstrom – aber für wen?
15. Jul 2008Aktuell versucht die CDU, den Atomausstieg rückgängig zu machen. Hauptargumente für den Weiterbetrieb ist der Strompreis. Durch Atomkraft könnten die Stromproduktionskosten erheblich gesenkt werden. Als klarer Preisvorteil werden dabei die bereits getätigten Investitionen im Atomsektor genannt. Zwar waren die Kernkraftwerke auf eine 32-jährige Laufzeit ausgelegt, aber 40 Jahre und mehr wären auch ohne Probleme möglich. Einziger Haken: Der Beschluss der rot-grünen Regierung von 2000, in dem eine maximale Laufzeit von 32 Jahren festgelegt wurde. Diese Vereinbarung würde die CDU gern aufheben. Sie argumentiert mit steigenden Strompreisen sowie der Möglichkeit, den Atomstrom verbilligt als Sozialstrom anbieten zu können und versucht sogar, ihn als ökologisch zu verkaufen, weil Neubauten immer die Natur beeinträchtigen. Das sei Augenwischerei, behauptet SPD-Fraktionsvize Kelber. Dass der Verbraucher von den niedrigeren Produktionskosten profitieren würde, ist eher unwahrscheinlich. Strompreise werden an der Börse bestimmt – unabhängig von ihrer Produktionsart. Um tatsächlich günstigeren Strom an die Bevölkerung weiter zu geben, müsste es gesetzliche Rahmenbedingungen geben, forderte Kelber. Solche Regelungen habe die CDU bisher völlig abgelehnt. Der Stromkonzern RWE ist der erste Konzern, der von sich aus davon spricht, die wirtschaftlichen Vorteile an seine Kunden weiter zu geben. Denkbar wäre auch, einen Teil der Gewinne, die durch die Laufzeitverlängerung möglich wären, für den Ausbau der erneuerbaren Energien zur Verfügung zu stellen. Wie das zu einer Entlastung der Endverbraucher führen soll, ließ RWE offen. Kunden von Vattenfall und EnBW dürfen vorerst mit keiner Vergünstigung durch Atomstrom rechnen. Vielleicht würde sich da ein Wechsel zu RWE lohnen? Bleiben Sie auf dem Laufenden! TopTarif informiert Sie täglich und verständlich darüber, welche Anbieter welchen Strom zu welchem Preis anbieten.
Anhebung der Strompreise bei EnBW
7. Mai 2008Es scheint der aktuelle Trend unter den Stromanbietern zu sein, an der Preisschraube zu drehen. Bereits im vergangenen Jahr hatten mehrere Stromkonzerne die Preise deutlich angehoben, was schon damals zu allgemeiner Empörung in der Bevölkerung geführt hatte. Zum Jahresbeginn folgte RWE mit einer Erhöhung des Strompreises um satte 6,6 % – mit dem Versprechen, diesen bis Ende März 2009 nicht noch weiter anzuheben.
Nun hat auch der Energiekonzern EnBW angekündigt, die Preise ab Juli 2008 um 4,9 % zu erhöhen. Bedenkt man, dass es sich hierbei um den meistgenutzten Tarif handelt, so wird deutlich, weshalb ca. 1,5 Mio. Menschen in Baden-Württemberg von der Preisanhebung betroffen sind.
Die EnBW-Grundtarife, die bereits vor der Erhöhung teuer waren, wie eine Sprecherin der Verbraucherzentrale in Stuttgart feststellte, sollen zumindest für zwölf Monate gültig sein.
Die Verbraucherzentrale rät den EnBW-Kunden daher, die Tarife anderer Anbieter zu prüfen und gegebenenfalls zu wechseln, da es günstigere Angebote gebe.

Verfasst von toptarif