Im Zuge seiner Umstrukturierung braucht der Energieriese Eon Kapital. Und wo finden sich frische Moneten schneller als durch den Verkauf der stabilen Gazprom-Beteiligung. Für Marktkenner ist der Deal längst keine Überraschung – Eon stößt seine Gazprom-Aktien ab und kassiert 3,4 Milliarden Euro, die direkt in den Konzernumbau fließen. Den Rest des Beitrags lesen »
Gas: Eon verlangt erneut Preissenkung von Gazprom
20. Aug 2010Energieriese Eon will Preisnachlässe bei dem russischen Gaslieferanten Gazprom durchsetzen. Die Eon-Tochter Ruhrgas pocht auf eine erneute Anpassung der Lieferverträge aufgrund der gesunkenen Nachfrage. Sollte sich Eon gegen das russische Unternehmen durchsetzen, können eventuell auch Gaskunden in Deutschland auf sinkende Preise hoffen.
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Eon hält an verlängerter Nutzung der Kernkraft fest
12. Mai 2010Der Kampf um die Lebenszeit der Atomkraft in Deutschland ist noch nicht vorüber. Eon sieht weiterhin Chancen für eine Verlängerung der Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke. So die Aussagen des neuen Eon-Chefs Johannes Teyssen Anfang der Woche nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur dpa. Schwarz-Gelb hatte zuvor seine Mehrheit im Bundesrat verloren. Damit sahen Atomkraftgegner das Schicksal der deutschen Atommeiler besiegelt. „Wir gehen aber davon aus, dass die Bundesregierung weiter klar zu ihrer Entscheidung für eine Laufzeitverlängerung steht“, führte Teyssen aus. Den Rest des Beitrags lesen »
Zurück zum staatlichen Stromnetz
25. Aug 2008Wolfgang Zimmermann, Geschäftsführender Vorstand der Linken in Nordrhein-Westfalen, wünscht sich die gute alte Zeit zurück. Frei nach dem Motto „Früher war alles besser“ fordert er jetzt die Verstaatlichung der Stromgesellschaften RWE und E.ON. Gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) ertönten aus seinem Mund Forderungen wie: „Energieversorger sollten vergesellschaftet werden zur Sicherung der öffentlichen Daseinsvorsorge.“ Offenbar in Rage geredet forderte er auch gleich noch die Rente mit 60 und die Anhebung des Spitzensteuersatzes auf 50 Prozent.
Hört sich nach „Wünsch-dir-was-Politik“ an, kritisierte NRW-SPD-Chefin Hannelore Kraft. Diese Äußerung beeindruckte Zimmermann jedoch wenig und er beteuerte seine Bereitschaft, Kraft wieder zur Ministerpräsidentin zu wählen, um dann später gemeinsam – nach hessischem Vorbild – über die Themen abzustimmen. Zimmermann ist sich ebenfalls sicher, dass Kraft nach den nächsten Landtagswahlen den Dialog zu den Linken suchen wird.
Als mögliche Abstimmungspunkte sieht der Parteisprecher Bildung und die Privatisierung von staatlichen Gütern vor: „Wir würden zum Beispiel für die Abschaffung der Studiengebühren, die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems und gegen die Privatisierung öffentlichen Eigentums stimmen.“ Eine Koalition mit der SPD schließt er jedoch aus: „Was man als Partei mit einer völlig anderen politischen Ausrichtung an Zugeständnissen machen muss, führt zu einem Verlust an Glaubwürdigkeit, wenn man den Kurs nicht wesentlich selbst bestimmen kann.“
Selbstgemachter Atomausstieg
23. Jul 2008Der Atomausstieg soll rückgängig gemacht werden, wenn es nach der CDU/CSU geht. Das würde Unternehmen wie E.ON, EnBW, RWE und Vattenfall sehr gefallen, denn es gäbe noch Millionen zu verdienen mit den noch funktionstüchtigen und abgeschriebenen Atomkraftwerken. „Ohne uns!“, sagt das Aktionsbündnis „Atomausstieg selber machen“ und fordert Stromkunden dazu auf, zu einem unabhängigen Ökostrom-Versorger zu wechseln. Dies wäre die einzige wirksame Reaktion auf die Pläne der Versorger, die – was Atomkraft angeht – keine Diskussionen oder Vergünstigungen kennen. Die Behauptung, dass der Strompreisanstieg durch Atomkraft aufzuhalten sei, ist bereits von EnBW-Chef Villis widerlegt worden. Zusätzlich verdienen die Konzerne durch die CO2-Emissionszertifikate. Deren Wert stellen sie ihren Kunden in Rechnung, während sie selbst 90 Prozent der Zertifikate geschenkt bekommen haben. Ändert sich an diesem Gebaren nichts, dürften die vier Konzerne allein durch den Weiterverkauf der Zertifikate an ihre Kunden bis zum Jahr 2012 zusätzliche 35 Milliarden Euro verdient haben. Jedes Jahr der Laufzeitverlängerung eines bereits abgeschriebenen Atomkraftwerkes würde weitere 250 bis 400 Millionen Euro in die Kasse des Betreibers spülen. Das Versprechen, einen Teil der Gewinne aus Atomkraft dann in erneuerbare Energien zu investieren, ist kein großzügiges Angebot der Konzerne, sondern eine Notwendigkeit, um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben. Was auch immer aktuell diskutiert oder von den Konzernen versprochen wird – nichts davon wird wahr werden, wenn der Atomausstieg rückgängig gemacht wird. Die einzige Art, sich zu wehren, scheint aktuell der Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter zu sein. Wer nicht hören will, der muss halt fühlen und finanzielle Verluste schmerzen die Konzerne sicher am meisten. Wechseln Sie jetzt und setzen Sie ein Zeichen, damit die Atomstromlobby bemerkt, dass Sie sich nicht für dumm verkaufen lassen.
Die Deutsche Netz AG – Solarworld AG möchte Anteilseigner werden
27. Jun 2008Der Energiekonzern Eon muss nach dem Willen des EU-Parlaments einen Großteil seines Stromnetzes veräußern, um einen fairen Wettbewerb zwischen den Anbietern zu garantieren.
Ein deutsch-französischer Kompromissvorschlag, der vorsah, dass die Netzbetreiber unter strenger Aufsicht ihre Netze behalten dürfen, wurde vom Großteil des EU-Parlaments abgelehnt. Das Parlament bleibt bei dem Ansatz, dass Energieerzeuger und Netzbetreiber eigentumsrechtlich getrennt sein müssen, um willkürliche Preisbildungen zu vermeiden.
Einen ähnlichen Kompromiss hatte Eon-Chef Wulf Bernotat bereits vorgeschlagen. Er hatte die Idee geäußert, eine Deutsche Netz AG zu gründen, der alle deutschen Stromnetze gehören.
Die vier bisherigen Netzbetreiber Eon, RWE, Vattenfall und EnBW könnten ihre Netze als Kapital übereignen und andere Investoren könnten sich dann Anteile der AG erkaufen.
Für dieses Vorhaben konnte er Vattenfall für sich gewinnen, nicht aber RWE und ENBW, die einen Verkauf ihrer Netze ablehnen. Der Grund für die Ablehnung liegt wohl darin, dass auch vorgesehen ist, den Besitz am Netz und die Stimmrechte von einander zu entkoppeln.
Umso erfreulicher ist es, dass Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG, diese Woche bekannt gab, dass er eine Beteiligung von 24,9 Prozent an der künftigen Deutschen Netz AG plant. Grünes Licht gab es dafür schon vom Bundesverband Solarwirtschaft und von Banken, mit denen diese Option besprochen wurde. Durch eine Beteiligung könnte so eine stärkere Ausrichtung des deutschen Stromnetzes in Richtung erneuerbarer Energien erreicht werden.
Durch die Investition in die Netz AG könnte so jeder Bürger der Republik Anteilseigner der deutschen Stromnetze werden. Steigende Preise beim Strom würden dann gleichzeitig mehr Rendite für die Aktienpapiere bedeuten und so im Endeffekt sogar mehr Geld in den Geldbeutel des Verbrauchers spülen, als er durch die Preiserhöhung verliert.
Das halten Sie für ein Märchen, das nur finanziell besser Gestellten zugänglich ist? Dann schauen Sie doch mal bei einem objektiven Stromvergleichsportal wie TopTarif vorbei. Durch einen Anbieterwechsel lässt sich fast immer Geld sparen.

Verfasst von toptarif 

