Merkel fordert strenge Finanzregeln – Kritik aus Deutschland und der Welt

21. Mai 2010
Bankenabgabe

Bankenabgabe und Finanztransaktionssteuer geplant

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Börsenspekulanten den Kampf angesagt. Gerade hatten sich die Märkte etwas entspannt, schon kam der nächste Schlag. Nach Angaben des „Handelblattes“ wird Merkel auf dem G20-Gipfel Ende Juni in Kanada die Staatengemeinschaft dazu auffordern, strenge Maßnahmen auf den Finanzmärkten zu ergreifen. Für diese Strategie habe sie bisher aber kaum Unterstützung gefunden, heißt es laut „Handelsblatt“. Neben der Bankenabgabe kämpft die Kanzlerin für eine Finanztransaktionssteuer. Diese sei „ein Element der Gerechtigkeit“. Den Rest des Beitrags lesen »


EU verteidigt Euro-Zone um jeden Preis – Anleger verunsichert

10. Mai 2010
Geldanlage in der EU

EU stellt sich geschlossen hinter Währungsunion

Flucht nach vorn: Im harten Kampf des Euro gegen die Finanzmärkte musste die Europäische Union Farbe bekennen. Die Finanzminister der EU-Staaten stemmten sich am Wochenende mit einem beispiellosen Hilfspaket gegen einen Zerfall der Währungsunion. Nach „Handelsblatt“-Angaben wurden dabei grundlegende Prinzipien der Währungsunion über Bord geworfen. Der Gründungsvertrag der Währungsunion sieht ein Schulden-Haftungsverbot vor, das nun nicht mehr gilt. Stattdessen hilft die EU ab sofort von Pleite bedrohten Staaten mit Krediten und Bürgschaften. Den Rest des Beitrags lesen »


Griechenland macht ernst mit dem Sparen

4. Mrz 2010
Griechische Flagge

Griechenland setzt Sparmaßnahmen um

Griechenland hat mit der Umsetzung des angekündigten Sparprogramm begonnen. Der griechische Regierungschef Giorgos Papandreou gab Mitte der Woche die genauen Maßnahmen bekannt, die Griechenland vor dem Staatsbankrott retten sollen. Nach EU-Forderung muss die Neuverschuldung Griechenlands von derzeit knapp 13 Prozent des Bruttoinlandsproduktes bis Ende 2012 auf unter drei Prozent gesenkt werden. Allein in diesem Jahr soll die Neuverschuldung um vier Prozent fallen. Den Rest des Beitrags lesen »


Griechenland vor dem Staatsbankrott: Wie viel hält die EU aus?

16. Feb 2010
Griechische Flagge

Griechenland in der Krise

Hoch verschuldet und kurz vor dem Staatsbankrott – so präsentiert sich Griechenland derzeit in den Medien. Erneut prüfen nun die Finanzminister der Euro-Gruppe, ob die von der EU-Kommission beschlossenen Auflagen ausreichen oder ob die Sparmaßnahmen weiter verstärkt werden müssen, um Griechenland aus dem tiefen Finanzloch zu retten. Den Rest des Beitrags lesen »


China disqualifiziert EU mit neuer Pipeline

15. Dez 2009
Gasversorgung

Neue Gaspipeline führt nach China

Mit der Eröffnung einer neuen Gas-Trasse lässt China die EU alt aussehen. Gemeinsam mit den Präsidenten der zentralasiatischen Republiken Usbekistan, Turkmenistan und Kasachstan eröffnete der chinesische Staatschef Hu Jintao nun die über 1800 Kilometer lange Pipeline. Den Rest des Beitrags lesen »


Edisons Erbe verglüht

15. Dez 2008

Welcher Erfinder kann schon von sich behaupten, dass seine Erfindung 130 Jahre lang die Welt erhellt hat? Thomas Edison könnte das sagen, wäre er nicht schon lange tot. Bereits 1879 erfand Edison die Glühbirne – so heißt es zumindest. Eigentlich verbesserte er nur die vorhandene Kohlefadenlampe um einen Gewindesockel und ließ das Endprodukt patentieren.

Die über 100 Jahre alte Geschichte der Glühbirne wird jedoch nach einem Beschluss der Europäischen Union spätestens am 1. September 2012 enden. Die Glühbirne ist zu ineffizient, weil sie nur 5 Prozent der eingespeisten Elektrizität in Licht umsetzt und den Rest in Wärme.
Doch die Entwöhnung soll schrittweise erfolgen. Ab September 2009 sollen zuerst klare und matte Glühbirnen mit einer Leistung von 100 Watt aus den Regalen verschwinden. Im Jahr 2010 sollen die 75 Watt Birnen folgen, ab 2011 die 60 Watt Modelle. Im Jahr 2012 sollen dann die letzten 40 Watt und 25 Watt Birnen die Regale im Supermarkt für Energiesparlampen räumen.

Politiker wie Umweltminister Sigmar Gabriel begrüßen diesen Schritt. Energiesparlampen sind besser für die Umwelt und für den Geldbeutel. Laut der Europäischen Union kann ein durchschnittlicher Haushalt – nach Abzug der erhöhten Anschaffungskosten – bis zu 50 Euro im Jahr an Stromkosten sparen. Ein kleiner Trost für Edison bleibt auch: Der von ihm erfundene Gewindesockel wird auch bei Energiesparlampen weiter genutzt.


Energieklassen für Häuser und Reifen

17. Nov 2008

Strom ist teuer, Energie ist teuer. Wer einen Kühl- oder Gefrierschrank kauft, wird durch bunte Aufkleber mit entsprechenden Energieklassenbezeichnungen darüber aufgeklärt, wie hoch der Stromverbrauch des betreffenden Gerätes sein wird. Bei Häusern und Autoreifen ist das nicht so. Zwar gibt es mittlerweile die Energieausweispflicht für Gebäude, aber warum kompliziert, wenn es auch einfach geht?
Die Europäische Union (EU) plant aktuell, Energieklassen für Häuser und Autoreifen einzuführen, die ähnlich funktionieren und aussehen sollen wie die Aufkleber an Haushaltsgeräten. Damit möchte sie dem Verbraucher das Energiesparen erleichtern.
Aktuell ist die Europäische Kommission nämlich nicht gerade zufrieden mit dem Sparverhalten der Europäer. Das liegt aber nicht nur an den Bürgern, sondern auch am Maßnahmenkatalog der EU. Würden alle bisher beschlossenen Energiesparvorschriften der EU von allen 27 Mitgliedstaaten befolgt, könnte der gesamte Energieverbrauch damit nur um 13 Prozent gesenkt werden.
Deswegen brütet die Kommission aktuell über neuen Maßnahmen und Vorschriften, die das Energiesparen erleichtern sollen. Schließlich war der ursprüngliche Plan, bis zum Jahr 2020 mindestens 20 Prozent einzusparen. Da fehlen irgendwie noch 7 Prozent und ein wenig Engagement der Europäer.


Verbraucherschutzminister gegen den Handy-Tarifdschungel

3. Aug 2008

Schluss mit der totalen Verwirrung, wenn man einen neuen Handytarif sucht. Bayerns Verbraucherschutzminister Otmar Bernhard fordert mehr Transparenz für Handy Kunden. Fast jeder Anbieter wirbt mit Schnäppchen, Aktionsangeboten und Flatrates, doch was das wirklich bedeutet, kann man meist nur in kleingedruckten Fußnoten lesen. Das Vergleichen der unterschiedlichen Tarife ist wegen fehlender Übersicht und Transparenz nicht so leicht möglich. Ein Tarifdschungel, der besonders für Jugendliche viele Tariffallen bereit hält. Verbraucherschutzminister Otmar Bernhard fordert die Handybranche dazu auf, ihre Angebote einheitlich und übersichtlich auf einem Datenblatt anzubieten. Verbraucherkredite in Europa müssten ihre Konditionen auch transparent und vergleichbar gestalten – nur so habe der Kunde tatsächlich Wahlfreiheit. Dieses Anliegen wird Bayern bei der nächsten Verbraucherministerkonferenz (VSMK) vorschlagen. Ein weiteres Anliegen des Verbraucherschutzministers Bernhard ist die Sensibilisierung von Schülern für die Tücken von Mobilfunkverträgen. Sein Ministerium fördert deswegen das Verbraucherbildungsprojekt „Handy-Trend“ welches in den Schulen aufklärt. Schüler werden dabei vom Verein Ökoprojekt-Mobilspiel e.V zu Handybotschaftern ernannt. Mittlerweile gibt es 1200 Jugendliche, die ihre Mitschüler vor teuren Klingeltönen aus dem Netz oder Fernsehen warnen. Dauertelefonieren sollten Jugendliche und Kinder mit ihrem Handy auch nicht, da bisher unklar ist, wie sich die Strahlung auf diese Altersgruppe auswirkt. Auch die EU sieht Handlungsbedarf. Jährlich soll deswegen jetzt ein Bericht erstellt werden, der einen Überblick über den europäischen Handymarkt gibt.


Soziale Energiepreise auf EU-Ebene diskutiert

17. Jun 2008

Steigende Energiepreise vermindern zunehmend die Kaufkraft der EU-Bürger. Insbesondere Geringverdiener sind europaweit von den ständig steigenden Energiepreisen betroffen. Dies hat EU-Kommissionspräsident Barrosso erkannt und befürwortet sozialpolitische Maßnahmen aller Mitgliedsstaaten. Zum Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschefs am 19. und 20. Juni 2008 will die EU-Kommission einen Maßnahmenkatalog gegen die Energieverteuerung vorlegen.

Das Thema Sozialstrom wurde bereits in den vergangenen Wochen im Bundestag diskutiert. SPD-Parteichef Kurt Beck hatte sich für eine sozial verträgliche Grundversorgung mit Strom ausgesprochen. SPD-Fraktionsvize Kelber hatte ein Staffelmodell vorgeschlagen, nach dem die ersten verbrauchten 500 Kilowattstunden Strom bis zu 30 Prozent günstiger angeboten werden sollen. Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) beurteilt dieses Modell als erfolgsversprechend, da es in anderen europäischen Staaten bereits ähnliche Modelle gebe.