Internet: Google Street View weiter umstritten

25. Aug 2010
Google, Street View, Microsoft, Facebook

Praktisch und rechtlich immer komplexer: Das Internet

In den letzten Wochen hat sich der Widerstand gegen den geplanten Start der Straßenschau „Street View“ von Google erhärtet.  Immer mehr Menschen in Deutschland, darunter auch namenhafte Spitzenpolitiker, beantragen, dass ihr Haus auf der digitalen Landkarte nicht zu sehen ist. Während Google nun die Widerspruchsfristen verlängert, kommen jedoch neue Informationen ans Licht, nach denen ähnliche Foto-Stadtpläne schon vor  geraumer Zeit von Google-Konkurrenten ins World Wide Web gebracht wurden.
Den Rest des Beitrags lesen »


Der gläserne Mensch und die Ambivalenz des Datenflusses

22. Feb 2010
Google

Google Buzz gerät ins Visier der Datenschützer

Mit Google Buzz steig Anfang Februar der Suchmaschinengigant in das Kurznachrichten-Geschäft ein – und kassierte sofort Kritik von Seiten der Verbraucherschützer. Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner wirft dem Dienst massive Verletzungen der Privatsphäre seiner Nutzer vor. Denn Google Buzz ist in den Email-Dienst Gmail integriert und hat Kontaktdaten aus den Email-Konten seiner Nutzer ohne explizite Freigabe an Buzz weitergegeben. Den Rest des Beitrags lesen »


Fly me to the moon, Google

25. Jul 2009

Anlässlich des vierzigsten Jahrestages der Mondlandung hat Suchmaschinengigant Google sein Programm „Google Earth“ erweitert. Dort können nun Filme der Apollo-Missionen abgerufen und die historische Landung virtuell nachvollzogen werden und der Nutzer kann den Astronauten selbst folgen.

Den Rest des Beitrags lesen »


Microsoft antwortet mit neuen Produkten auf Googles Kampfansage mit „Chrome OS“

14. Jul 2009

Nach Googles direkter Kampfansage mit dem geplanten Start des Betriebssystems „Google Chrome OS“ scheint bei Microsoft eine hektische Betriebsamkeit ausgebrochen zu sein. Anders ist es wohl kaum zu erklären, dass Microsoft – auch mit Blick auf die mediale Aufmerksamkeit – selbst neue Produkte unter Hochdruck auf den Markt bringt und bereits weitere Neuerungen für die kommende Zeit ankündigt.

Den Rest des Beitrags lesen »


Neuer Kooperationspartner der Polizei: Google

13. Jan 2009

Die Datensammelwut von Google empört die Datenschützer und entzückt die Polizei. Dank Google-Software konnte die amerikanische Polizei eine Geiselnahme schnell aufklären.

Durch die Kombination der Google Dienste „Google Street View“ und „Google Maps“ bei der Ermittlung konnte ein amerikanischer Polizist eine Entführung aufklären. Opfer der Entführung war die neunjährige Natalie, Täter: ihre Oma. Am Wochenende holte die Großmutter ihre Enkelin in Athol, Massachusetts, ab und verschwand mit ihr auf Nimmerwiedersehen an einen weit entfernten Ort.

Was Oma nicht wusste: Natalie hatte ihr Handy dabei – ihr ortbares Handy. Da Oma dieses nicht als möglichen Verräter ihres Standortes sah, telefonierte sie sogar mit dem ermittelnden Police Officer Todd Neale und erklärte die Ernsthaftigkeit ihrer Absichten. Die Verfolgungsjagd ging über Tage, Oma war wild entschlossen und flüchtete immer weiter mit Natalie und ihrem verräterischen Handy.

Nach drei Tagen war dann Schluss. Officer Todd Neale bekam vom Handyprovider des Mädchens die Standortdaten übermittelt. Doch diese Daten ermöglichten noch nicht die Bestimmung des genauen Standortes. Ein GPS-Experte wurde hinzugezogen. Dieser kombinierte die Daten mit den Bildern aus „Google Street View“ und konnte dadurch auf das Budget Inn Motel im Örtchen Natural Bridge schließen. Die örtliche Polizei wurde informiert und die Entführung hatte ein schnelles Ende.

Google feiert auf seinem Blog die eigene Mitwirkung an der Auflösung des Falles – wo Oma jetzt feiert, ist allerdings nicht bekannt.


Das Google G1 bleibt lieber zu Hause

9. Jan 2009

Eigentlich ist das Google G1 ja ein smartes Handy. Aber trotz seiner vielen Funktionen bleibt es dann doch lieber zu Hause. Es könnte nämlich teuer werden, wenn es das eigene Land verlässt.

Ein amerikanisches T-Mobile G1 Handy in Australien zu benutzen, ist auf jeden Fall keine gute Idee. Das Heimweh des Telefons könnte den Besitzer teuer zu stehen kommen, etwa in Form von 1329 SMS für jeweils 18 Cent. So viel musste ein G1-Nutzer nämlich zahlen, dessen Telefon ständig Kurznachrichten an den amerikanischen Server der Google Software „myFaves“ geschickt hatte, ohne dass er es merkte.

Diese Anwendung ist auf dem amerikanischen Google Smartphone als Teil der Betriebssoftware vorinstalliert und lässt sich auf einfachem Weg weder deaktivieren noch deinstallieren. Eigentlich ist die Software „myFaves“ dazu gedacht, dem Nutzer Geld und Mühe zu sparen. Mit der Anwendung können bis zu fünf Kontakte mit Bild gespeichert und dann über eine Direktwahl günstiger angerufen werden.
Leider gilt dieser Komfort nur für das Heimatland des Telefons, denn hier ist die Kontaktaufnahme zum Server kostenfrei. Aber egal ob jetzt kostenfrei oder nicht: Warum muss das Handy überhaupt ständigen Kontakt zum US-Server halten? „Weil Google es so will“, könnte die Antwort lauten, denn per SMS werden an Google Anrufstatistiken übermittelt. Spionagesoftware, Kostenfalle – so tönen jetzt die Kritiker, und sogar T-Mobile USA rät seinen Kunden, das Telefon lieber nicht mit auf Reisen außerhalb des Landes zu nehmen.

Die Seite APCMag warnt ausdrücklich davor, ein amerikanisches G1 Handy mit der vorinstallierten Firmensoftware im Ausland zu betreiben: Es könnten ungeahnte Mehrkosten auf den Nutzer zu kommen, was übrigens auch für das iPhone gilt. Für den Betrieb eines amerikanischen Google G1 Smartphones im Ausland empfiehlt das Magazin, die amerikanische Firmware des Telefons vor Inbetriebnahme durch die britische Firmware zu ersetzen.


Interaktiv Lesen mit Google Maps

2. Dez 2008

Wer ein gutes Buch liest, beginnt in seinem Kopf eine Reise. Der Leser verlässt seine Realität für eine kurze Zeit und folgt den Worten und Bildern des Autors.
Wem es an Vorstellungsvermögen fehlt, dem kann jetzt geholfen werden. Es gibt jetzt ein Bilderbuch für Erwachsene. Senghor on the Rocks heißt es, spielt in Afrika und wurde von Christoph Benda geschrieben. Doch dieses Buch schickt einen auf eine neuartige Reise. Alle Orte und Wege die in diesem Buch genannt und beschrieben werden, werden parallel über Google Maps dargestellt. Da fällt es dem Leser schwer, sich zu entscheiden, – lesen oder Karten gucken? Malerisch beschrieben wird der Leser durch Dakar geführt und entdeckt eine Romanwelt und Afrika in Einem. Doch die interaktiven Karten zeigen nicht nur den Weg der Hauptakteure, wird es im Roman Abend, werden auch die Karten dunkler dargestellt.
Doch das Beste kommt zum Schluss: Das interaktive Buch ist im Netz für jeden zugänglich und für die nicht kommerzielle Nutzung kostenlos zu haben. Google Maps und Google Streetview stehen zwar wegen dem Datenschutz immer mal wieder in der Kritik, aber haben in diesem Fall die Einbindung von Kartenmaterial in einen Roman erst möglich gemacht.


Google beurteilt deinen Geisteszustand

9. Okt 2008

Wenn es nach den Machern der Suchmaschine geht, sollen Internetnutzer in Zukunft um Erlaubnis fragen, ob sie E-Mails verschicken dürfen. Natürlich zu ihrem eigenen Wohl. Google will den Nutzern seines Mail-Dienstes „Gmail“ nämlich das peinliche Erwachen nach einer durchfeierten Nacht ersparen, in der E-Mails verschickt wurden, deren Inhalt am nächsten Tag bereut werden könnte.

Zum Selbstschutz der betrunkenen Mailwilligen hat sich Google daher eine neue Funktion ausgedacht: Wenn diese aktiviert ist, muss der potenziell nicht mehr zurechnungsfähige User zunächst einen mathematischen Test bestehen. Wenn es ihm gelingt, innerhalb einer Minute fünf Fragen korrekt zu beantworten, dann darf er zur Belohnung eine E-Mail verschicken. Wenn nicht, dann nicht.

Nur wer gut genug rechnen kann, soll also in Zukunft jederzeit E-Mails verschicken dürfen. Wer auch in nüchternem Zustand nicht in der Lage ist, die Mathematikaufgaben zu lösen, kann sich nach dem Willen der Suchmaschine von dem Gedanken verabschieden, nachts noch schnell über „Gmail“ zu kommunizieren. Der „Gmail“-Entwickler Jon Perlow spricht den Nutzern, die die Aufgaben nicht lösen können, nämlich den „Geisteszustand“ ab, der nötig wäre, um Kontakt mit der Außenwelt aufzunehmen. Der „Gmail“-Entwickler spricht dabei aus eigener Erfahrung: „Manchmal verschicke ich Nachrichten, die ich nicht verschicken sollte – wie damals, als ich einem Mädchen per Textmitteilung meine Liebe gestanden habe“, erklärte er auf der Webseite seines Unternehmens.


Ich bin Handy!

30. Sep 2008

Das Handy wird im Leben des modernen Menschen immer wichtiger. Während es schon lange Adressbuch und Telefonkarte ersetzt, wurde es in den letzten Jahren auch zur Spielekonsole, zum Organizer und mp3 Player. Alles mit oder ohne Headset erhältlich.

Ein bisschen indiskret ist das Handy aber schon: Wer es angeschaltet mit sich herum trägt, kann bis auf wenige Kilometer Abweichung geortet werden. Die Displays sind schon lange farbig und werden mit der neuen Generation von Touchscreens auch immer größer. Warum nicht auch das Internetsurfen mit dem Handy ermöglichen? Durch Übertragungstechnologien wie GPRS, UMTS und HSDPA ist auch das schon lange möglich. Mit dem Internet kamen noch ganz andere Möglichkeiten auf das Handy. Navigationsfunktionen fürs Auto oder für den Spaziergang wurden erst kürzlich um Google „Street View“ erweitert. Wer also unter einer akuten Halswirbelschwäche leidet, kann dank Google „Street View“ trotzdem shoppen und Sight-Seeing betreiben.

Doch es gibt noch etwas, das man dank Google jetzt auch zu Hause lassen kann. Nachdem zuerst das Adressbuch, die Spielekonsole und der Organizer dort bleiben durften, folgten schnell auch der Musikplayer, der Stadtplan, der Laptop – und jetzt auch die Geldbörse. Denn durch eine Kooperation mit Visa soll es bald möglich sein, auch mit dem Handy zu bezahlen. Zwar ist das vorerst nur mit einem Handy mit dem Google Betriebssystem „Android“ und einer Visa-Card der US-Investmentbank „JP Morgan“ möglich, aber dieser Service wird sicher auch bald zum Handystandard, denn Visa plant bereits eine Kooperation mit Nokia.


Straßen gucken mit Google

19. Sep 2008

Hui, hier sieht es aber gruselig aus. Ich bin mir nicht so sicher, ob ich hier um die Ecke gehen kann, ohne dass mich ein Monster frisst oder ähnliche Gefahren drohen. Das muss jetzt nicht mehr so sein, denn Google bietet seinen Service „Street View“ jetzt auch fürs Handy an. Mit einem modernen Handy samt Windows Mobile oder einem Palm mit Palm OS kann die Beta-Version der Software aktuell kostenfrei heruntergeladen werden.
So ausgestattet kann der Nutzer endlich – ohne den Kopf zu heben – durch die Straßen laufen und verpasst trotzdem nichts. Denn Google liefert alle Bilder der Straße und das sogar mit einem 360 Grad Panorama Blick. Die Detailfotos der Straße können sich die Kartennutzer als kleines Vorschaubild in der Karte oder als Vollbild anschauen. Sich zu verlaufen, ist mit der neuen Richtungsanzeige dann auch nicht mehr möglich – Google weiß, wo Sie sich befinden.
Bloß keine Überraschungen in unbekannten Gebieten mehr! Das gilt auch für spontane Einkaufslust: Mit Business-Reviews können Sie sich vorher schon informieren, ob sich das Betreten des Ladens vor Ihnen lohnen wird. Bewertungen anderer Kartennutzer ersparen Ihnen beim Shoppen viel Zeit und wenn es Ihnen trotzdem nicht gefallen hat, schreiben Sie doch eine Bewertung und warnen Sie andere Nutzer vor dieser Zeitverschwendung.