Der Mobilfunkvermarkter moconta dürfte wenigen von uns unbekannt sein. Dabei nutzen viele die Handydienstleistungen von moconta – sie wissen es nur nicht. Dieser Dienstleister hat sich nämlich darauf spezialisiert, Handydienste unter Fremdmarken zu vertreiben und daran zu verdienen.
Das bekannteste Beispiel dürfte der Handytarif BILDmobil sein. Beim Bild-Prepaid Tarif steht zwar Bild drauf, es ist aber moconta drin. Jetzt hat moconta einen neuen Kunden gewonnen: die christliche Kirche. Nachdem es die polnische Kirche vorgemacht hat, gibt es bald auch in Deutschland einen Handytarif mit christlichem Mehrwert.
Der Kunde des Mobilfunktarifs „Kulturkirche mobil“ kann verpasste Kirchenereignisse unterwegs nachholen. Der Gottesdienst vom letzten Sonntag, die Lesung zum Advent oder ein Konzertmitschnitt vom letzten Chorabend sind mit einem WAP-Handy jederzeit kostenfrei abrufbar. Zusätzlich bietet das Portal Kulturkirche.net christlichen Kirchen an, ihr Gemeindeleben auf der Plattform online zu präsentieren.
Gläubig zu telefonieren kann jedoch teuer werden, denn abgesehen vom christlichen Mehrwert und den kostenlosen Gesprächen unter „Kulturkirche mobil“ Nutzern ist ein christlich angehauchter Mobilfunkvertrag relativ teuer. Die Anschlussgebühr kostet schon mal 19,90 Euro. Die monatliche Grundgebühr beläuft sich mit Handy auf 14,90 Euro und ohne Handy auf 9,90 Euro. Die Gesprächsminute im Inland kostet genau wie eine SMS 15 Cent. Erstaunliche Preise, wenn man den Tarif mit dem BILDmobil Tarif vergleicht, der nur 9 Cent die Minute kostet, ohne Grundgebühr. Kleiner Trost: Von den christlichen Mobilfunkumsätzen wird jeden Monat ein Euro für eine gemeinnützige Organisation gespendet.
Kulturkirche auf dem Handy
16. Dez 2008Die Rückruf Kostenfalle
7. Nov 2008Frühmorgens klingelt es. Bestimmt ist Mutti was passiert oder Opa ist von uns gegangen. Nur deswegen ist das Handy nämlich auch nachts auf Sendung. Im Dunklen zum Handy und zurück rufen. Eine Computerstimme meldet sich und möchte, dass weitere Tastenkombinationen über das Telefon eingegeben werden. Mist, was war das denn? Ein paar Wochen später erklärt die Handyrechnung, was das war: Ein Anruf nach Hawaii, Kostenpunkt 30 Euro.
Spam ist schon lange kein Internetphänomen mehr. Spam gibt es jetzt auch fürs Handy. Deswegen aufgepasst, wenn eine Text- oder Sprachnachricht von einer unbekannten Nummer auf dem eigenen Handy landet. Bevor man blindlings zurück ruft oder simst, sollte man die Nummer überprüfen.
Handelt es sich dabei um eine Nummer, die mit 0479, 0137 oder 0900 beginnt, könnte der Rückruf teuer werden. „Ping-Anrufe“ nennt die Bundesnetzagentur diese gesetzwidrige Spam-Technik. Bisher wurden 600 solcher Nummern von der Netzagentur gesperrt und ein Rechnungslegungsverbot gegen die Betreiber verhängt. Betroffene sind aufgerufen, die Telefonnummern der Spammer der Bundesnetzagentur zu melden, damit diese mit Sperrung reagieren kann.
Billiges vom Discounter
6. Aug 2008Darf es ein bisschen mehr sein? Ein Telefon vielleicht und eine günstige SIM Karte dazu? Schon lange wildern die Discounter im Handymarkt – ein Terrain, das den klassischen Lebensmittellieferanten eigentlich nicht so gut zu Gesicht steht. Während die SIM Karten mit dem dazu gehörigen Handytarif oft wirklich in die Schnäppchensparte gehören, ist der Handykauf im Supermarkt selten ein Schnäppchen. Technisch sind diese oft veraltet und teuer, stellte das Portal Xonio fest. An zehn Beispielen zeigt die Seite, dass die angebotenen Handys nicht nur veraltet, sondern im Schnitt auch deutlich teurer sind, als vergleichbare oder sogar bessere Modelle auf dem Markt. Das Motorola Moto U9, das aktuell bei Plus für 199,95 Euro angeboten wird, schneidet bei der Bestenliste nur mit Platz 62 ab, während der Kunde das Motorola MOTORAZR maxx V6 schon ab 130 Euro haben kann, bei einer Platzierung auf Platz 36 in deren Liste. Ein noch drastischerer Unterschied ist beim No-Name-Handy Handle Easy GSM für 119,95 Euro zu verzeichnen. Das Telefon ist optisch kein Blickfang und verfügt weder über Kamera noch Mp3-Player, dafür soll es dank großer Tasten leicht zu bedienen sein. Große Tasten bei gleichzeitig auch technisch deutlich größerer Ausstattung bietet das Nokia 2630. Es hat ein Radio und eine Kamera integriert, einen langlebigen Akku und beherrscht die Übertragungstechnik Bluetooth – und das alles für unter 65 Euro. Also: Augen auf beim Handykauf! Informieren Sie sich, bevor Sie ein vermeintliches Schnäppchen kaufen.
Verbraucherschutzminister gegen den Handy-Tarifdschungel
3. Aug 2008Schluss mit der totalen Verwirrung, wenn man einen neuen Handytarif sucht. Bayerns Verbraucherschutzminister Otmar Bernhard fordert mehr Transparenz für Handy Kunden. Fast jeder Anbieter wirbt mit Schnäppchen, Aktionsangeboten und Flatrates, doch was das wirklich bedeutet, kann man meist nur in kleingedruckten Fußnoten lesen. Das Vergleichen der unterschiedlichen Tarife ist wegen fehlender Übersicht und Transparenz nicht so leicht möglich. Ein Tarifdschungel, der besonders für Jugendliche viele Tariffallen bereit hält. Verbraucherschutzminister Otmar Bernhard fordert die Handybranche dazu auf, ihre Angebote einheitlich und übersichtlich auf einem Datenblatt anzubieten. Verbraucherkredite in Europa müssten ihre Konditionen auch transparent und vergleichbar gestalten – nur so habe der Kunde tatsächlich Wahlfreiheit. Dieses Anliegen wird Bayern bei der nächsten Verbraucherministerkonferenz (VSMK) vorschlagen. Ein weiteres Anliegen des Verbraucherschutzministers Bernhard ist die Sensibilisierung von Schülern für die Tücken von Mobilfunkverträgen. Sein Ministerium fördert deswegen das Verbraucherbildungsprojekt „Handy-Trend“ welches in den Schulen aufklärt. Schüler werden dabei vom Verein Ökoprojekt-Mobilspiel e.V zu Handybotschaftern ernannt. Mittlerweile gibt es 1200 Jugendliche, die ihre Mitschüler vor teuren Klingeltönen aus dem Netz oder Fernsehen warnen. Dauertelefonieren sollten Jugendliche und Kinder mit ihrem Handy auch nicht, da bisher unklar ist, wie sich die Strahlung auf diese Altersgruppe auswirkt. Auch die EU sieht Handlungsbedarf. Jährlich soll deswegen jetzt ein Bericht erstellt werden, der einen Überblick über den europäischen Handymarkt gibt.
Haste mal 10 Cent? – Neuer Handytarif von VW
16. Mai 2008Nein? Im Juni vielleicht? Bis Juni würde es sogar reichen, denn da starten E-Plus und die Volkswagen Zubehör GmbH ein neues Handy-Angebot. V10 heißt es.
Den ganzen Tag kann man dann für 10 Cent pro Minute telefonieren, ins deutsche Festnetz und ins Netz des Anbieters. Die Mailboxabfrage kostet ebenfalls 10 Cent. 50 Frei-SMS gibt es dazu und abgerechnet wird minutengenau.
Wer ein großer Freund der geschriebenen Kurznachricht ist, der bezahlt allerdings ab der 51. SMS 20 Cent pro Stück. Wer noch mehr zu sagen hat, kann auch unzählige Mails verschicken, denn durch die Surf&Mail Flatrate kann man unbegrenzt das WAP-Portal von E-Plus nutzen und mailen, bis der Finger blutet. Wer ein anderes Portal nutzen möchte, zahlt allerdings.
Das gibt es nicht für 10 Cent? Stimmt! Das gibt es auch nicht, einen Mindestumsatz von 10 Euro im Monat sollte man schon über die 24 Monate Laufzeit generieren, sonst zahlt man diesen umsonst. Eine einmalige Freischaltgebühr von 25 Euro wird übrigens auch fällig.
Wer noch ein neues Handy will, muss bis zu weiteren 10 Euro im Monat bezahlen, allerdings soll es ab Juni auch Handyzubehör zum Tarif geben, das praktischerweise mit nahezu allen Freisprecheinrichtungen der VW-Fahrzeuge kompatibel ist.
Und wo kriegt man den Tarif? Online, in VW-Autohäusern und in den Service-Zentren von Volkswagen TeleCom. Zu vergleichen und das Kleingedruckte zu lesen, lohnt sich also auf jeden Fall. Den TopTarif für sich selbst zu finden, bleibt nach wie vor eine Herausforderung.
Verfasst von toptarif