Russland will EU-Klimazielen folgen

19. Nov 2009
Windrad

Russland nimmt grünen Kurs auf

Russland plant, die Klimaziele der Europäer zu übernehmen. Das würde bedeuten, dass auch Russland seine CO2-Emissionen bis 2020 um 20 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren würde. Umweltschützer zeigen Anerkennung und wollen den Änderungsprozess in der russischen Klimapolitik weiter vorantreiben.
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Europa soll helfen urkrainische Gasschulden zu begleichen

4. Nov 2009
Erneuter Gaskrieg?

Erneuter Gas-Krieg?

Um Europa auch diesen Winter eine sichere Gasversorgung aus Russland zu garnatieren, hat Regierungschef Putin eine Milliarde Dollar mehr gefordert. Diese soll das Transitland Ukraine dabei unterstützen, russische Gasrechnungen zu begleichen.
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Mit „Nabucco“ für mehr Unabhängigkeit von russischem Erdgas

13. Jul 2009

Europa will sich endlich aus der russischen Gas-Abhängigkeit befreien – durch den Bau der „Nabucco-Pipeline“. Nun ist es soweit: Heute werden fünf Länder des „Nabucco-Konsortiums“ ein gemeinsames Abkommen unterzeichnen, das die Bedingungen für den Bau der Pipeline regelt.

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Finanzierungsprobleme beim russischen Wodka

29. Okt 2008

Die Finanzkrise lässt auch Russland nicht kalt. Obwohl der Kreml Milliarden in die eigene Wirtschaft investiert, mussten erst kürzlich zwei Wodkafabriken schließen, obwohl es doch in Russland noch nie Absatzprobleme beim Wodka gab. Die geschlossenen Fabriken gehören zum Weda Konzern – einer der größten Alkoholproduzenten des Landes. Als Grund für die Schließung der Fabriken nannte der Eigentümer offene Rechnungen der Supermarktbetreiber. Diese hätten im Zuge der Finanzkrise versäumt, ihre Rechnungen zu begleichen. Dem Alkoholproduzenten OST-Alko geht es noch schlechter; ihm gingen nicht nur zwei Filialen durch die Lappen, sondern Teile des Firmenbesitzes wurden durch das Betreibungsamt im Auftrag der Behörden beschlagnahmt.
Doch nicht nur die Alkoholproduzenten in Russland leiden unter der Finanzkrise. Das wichtigste und bisher auch teuerste Exportgut Russlands, das Erdöl, kostet aktuell nur noch die Hälfte des Preises, den es noch Anfang Sommer gekostet hat. Durch den Börsencrash hat Russland 33 Milliarden US-Dollar an Investitionen verloren und der russische Börsenindex RTS verlor seit Mai 70 Prozent seines Wertes. Die russische Wirtschaft leidet sehr unter der Vertrauenskrise, Kredite sind gar nicht oder schwer zu bekommen. Sogar Oleg Wladimirowitsch Deripaska, der reichste Mann Russlands, bekommt aktuell keinen Kredit mehr und musste verkaufen, um bestehende Kredite zu tilgen. Russlands Wirtschaft droht zusammenzubrechen: Zu viele Kredite wurden aufgenommen, um das wirtschaftliche Wachstum noch mehr zu beschleunigen – das rächt sich jetzt. Bis zum Jahresende 2009 müssen russische Unternehmer 160 Milliarden US-Dollar an ihre Gläubiger zurück zahlen. Seine Sorgen im Alkohol zu ertränken, dürfte jedoch beim fehlenden Wodka im Land schwierig werden.


Geld macht sympathisch

14. Okt 2008

Russland ist aktuell nicht sehr beliebt – die Sache mit der Zerstückelung Georgiens ist in Europa und Amerika nicht so gut angekommen. Da kann man schon mal einen Staat retten, Island zum Beispiel. Das kleine Land Island steht aktuell vor einem Staatsbrankrott, doch Russland hat Hilfe angeboten. 4 Milliarden Euro sollen von Russland nach Island fließen und viele andere Länder fänden einen Kredit aus Russland auch ganz praktisch.
Die Zentralbank von Reykjavik hatte schon verkündet, dass Russland bereit sei, 4 Milliarden zu leihen – um sich ein paar Stunden nach einem russischen Dementi zu korrigieren und anzukündigen, dass man Experten nach Russland schicken werde, um „weitere“ Gespräche zu führen. Moskau ist durch seinen Reichtum in der angenehmen Lage, sich seinen Imageschaden durch Kreditvergabe „weg zu leihen.“ Russland, der goldene Ritter in der Not – keine Marketingagentur der Welt hätte eine Kampagne entwickeln können, die besser wirkt als die aktuell großzügige Haltung des russischen Präsidenten Dmitrij Medwedew. Dieser hatte beim ersten Internetauftritt eines russischen Präsidenten zum „gemeinsamen Handeln“ in Zeiten der weltweiten Finanzkrise aufgefordert.
Experten vermuten, dass Russland den Kredit nicht ohne Hintergedanken und Gegenleistungen vergeben wird. Zu vermuten wäre, dass Russland sich als Gegenleistung politischen Einfluss in der Wirtschaft oder bei offenen Fragen zu Georgien erhofft. Doch es gebe noch einen viel näher liegenden Grund: Eitelkeit. Der Kreml wolle demonstrieren, dass Russland trotz einstürzenden Börsenkursen immer noch solvent ist.


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