Jürgen Großmann, Chef von Deutschlands zweitgrößtem Energieversorger RWE, kann ab sofort einen neuen Titel sein Eigen nennen: Vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) zum er zum Umwelt-Dinosaurier 2010 gewählt. Großmann überzeugte die Jury unter anderem mit seiner „hemmungslosen Beeinflussung“ der Bundesregierung bei der Debatte um die Laufzeitverlängerungen für Deutsche Atomkraftwerke, die mit einer Anzeigenkampagne im vergangenen Sommer ihren Höhepunkt erreichte.
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RWE will sparen: Brennelemente werden vorzeitig ausgetauscht
2. Nov 2010Der Energieriese RWE wird noch vor der Einführung der Atomsteuer 92 Brennelemente im hessischen Atomkraftwerk Biblis B austauschen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur dpa mit Verweis auf die Steuerzahlungen in Millionenhöhe, die der Konzern dadurch einsparen wird. Aus dem Konzern hieß es, dass fast die Hälfte der 193 Brennelemente in den kommenden Wochen ausgewechselt werden. Nach den Berechnungen des hessischem Umweltministeriums wird RWE durch den vorzeitigen Brennelemente-Tausch Steuern in Höhe von 280 Millionen Euro einsparen können. Den Rest des Beitrags lesen »
Studie greift Stromkonzerne an: Überhöhte Preise
21. Okt 2010Überhöhte Strompreise, unlautere Preispolitik, Milliardengewinne zu Lasten der Umwelt – solche und ähnliche Vorwürfe häufen sich in letzter Zeit auf dem deutschen Strommarkt. Nun hat eine Studie ergeben, dass die deutschen Energiekonzerne ihren Kunden zu hohe Preise in Rechnung stellen. Die Gewinne der Großkonzerne Eon, RWE und EnBW hätten sich seit 2002 vervierfacht und lagen 2009 bei insgesamt 23 Milliarden Euro. Das teilte die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion der dpa mit. Den Rest des Beitrags lesen »
Atomvertrag ist beschlossene Sache – Regierung beugt sich dem Wirtschaftsdiktat
10. Sep 2010
Der umstrittene Atomvertrag ist unterschrieben. Darin werden die Laufzeitverlängerungen und auch die Zahlungen der Atomwirtschaft an den Staat festgelegt. Zudem lassen sich die Atomriesen weitreichende Schutzklauseln zusichern, durch die sie beispielsweise die Kosten für Sicherheits-Nachrüstungen für sich deckeln. Darüber hinaus entstehende Kosten werden nicht von den Gewinnen abgeschöpft, sondern durch die Zahlungen der Konzerne für den neuen Ökostrom-Fonds ausgeglichen. Die Opposition ist mittlerweile fassungslos und nun ergreift auch die Anti-Korruptions-Organisation Transparency International das Wort.
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RWE will Atomkraftwerk Biblis A durch Geschäft mit E.ON am Netz lassen
3. Mai 2010RWE hofft weiterhin auf eine Chance für das in Südhessen betriebene Atomkraftwerk Biblis A. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ steht RWE vor einer Einigung mit dem Konkurrenten E.ON über den Verkauf von Restlaufzeiten. Demnach könnte RWE die Laufzeiten des von E.ON betriebenen und 2003 vorzeitig stillgelegten Atomkraftwerks in Stade für Biblis kaufen. Den Rest des Beitrags lesen »
Hochspannung um E.ON und Vattenfall
6. Nov 2009Kurz nachdem der Energiekonzern Vattenfall als erster deutscher Energieversorger den Verkauf seines Hochspannungsnetzes bekannt gab, verkündet Energiemulti E.ON ähnlich Pläne. RWE und EnBW wollen ihre Leitungsnetze indes behalten.
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RWE verspricht Atom-Gewinne für Windkraft
29. Sep 2009
Der Energiekonzern RWE wirbt auf Grund des bevorstehenden Regierungswechsels im Bund für die Verlängerung der Laufzeit des Atomkraftwerks Biblis. Sollte das gelingen, verspricht RWE-Chef Jürgen Großmann mögliche Gewinne anteilig in regenerative Energien fließen zu lassen.
Keine Angst – hat RWE mir gesagt
25. Nov 2008Der „ProKlima Strom 2011“ Tarif von RWE sorgt für Aufregung. Greenpeace zeigt sich auf der Unternehmenswebsite empört. Die Umweltschutz-Organisation schreibt dem Atomstrom nicht nur wenig Klima förderliche Eigenschaften zu. Anstoß erregt auch die Tatsache, dass sich Achtzigerlegende Stefan Remmler als Werbeträger verpflichten ließ. Der Sänger wurde vor allem durch seine Band Trio und den Hit „Da Da Da ich lieb dich nicht du liebst mich nicht aha aha aha“ bekannt.
Der Pressesprecher von RWE Energy, Sebastian Ackermann, sieht das beruflich bedingt ganz anders: „RWE trifft mit seinem Produkt das Kundeninteresse“. Er forderte dazu auf, zu akzeptieren, dass Atomstrom zu den CO2-armen Produktionsarten beim Strom zählt. Ackermann würde verstehen, dass andere Auffassungen existieren, aber man hätte durch die Kampagne niemanden provozieren wollen.
Die Werbespots für den „ProKlima Strom 2011“ Tarif werden im TV, im Radio und in den Printmedien geschaltet. Für Stefan Remmler ist der Atomstrom-Anteil, laut eigener Aussage, „ok“. Für Greenpeace, die SPD und die Grünen ist es weniger okay – wir werden sehen, wie sich der Verbraucher entscheidet.
Pro-Klima-Strom = Atomstrom
13. Nov 2008Atomstrom hat viele Vorteile, doch die meisten liegen beim Betreiber der Kraftwerke. Um den Kunden die große Freude an den geballten Profiten beim Atomstrom schmackhaft zu machen, hat sich der Essener Energiekonzern RWE jetzt etwas ganz Innovatives ausgedacht.
„Pro-Klima-Strom 2011“ heißt der neue Tarif von RWE und ist damit der erste Tarif für Privatkunden, dessen Strom hauptsächlich aus Atomkraftwerken stammt. Der Kunde bekommt bei diesem Angebot 68 Prozent Atomstrom und 32 Prozent Strom, der aus Wasserkraftanlagen stammt. Beides sehr emissionsarme Herstellungsweisen von Strom, daher auch „Pro Klima Strom“. Bei der Erzeugung von einer Kilowattstunde „Pro-Klima-Strom“ würden nur 0,0018 Gramm radioaktiver Abfall entstehen, die Kohlendioxidemissionen liegen bei Null – wirbt der Konzern. Zum Vergleich: Im Jahr 2006 fielen durchschnittlich für jede erzeugte Kilowattstunde Strom in Deutschland 0,0008 Gramm radioaktiver Abfall und 520 Gramm Kohlendioxidemissionen an.
Aktuell ist der „Pro-Klima-Tarif“ erstaunlicherweise teurer als der RWE-Grundversorgungstarif, dafür gibt es eine Preisgarantie für die nächsten drei Jahre. Die anderen Stromtarife des Energieversorgers werden wahrscheinlich ab Januar steigen.
RWE möchte als einer der größten Kernkraftsbetreiber in Deutschland wohl Werbung für die Verlängerung der Laufzeiten der eigenen Kraftwerke machen. Bleiben die gesetzlichen Vorschriften wie gehabt, wird RWE spätestens 2011 seine Reaktoren vom Netz nehmen müssen.

Verfasst von toptarif 



