Der Kampf zwischen der altgedienten Atomkraft und den erneuerbaren Energien geht in die nächste Runde. Während Koalition und Opposition weiter heftig über die Laufzeiten-Verlängerung für deutsche Atomkraftwerke diskutieren, erhebt sich die „Solar Impulse“ zum ersten Mal in den Nachthimmel. Den Rest des Beitrags lesen »
Wolken am Solarhimmel: Koalition beschließt Kürzung der Förderung
25. Feb 2010Nach monatelangen Diskussionen hat sich Schwarz-Gelb auf die Kürzung der Solarförderung verständigt. Demnach wird die Förderung neuer Solaranlagen auf Dächern mit Wirkung zum 1. Juli 2010 um 16 Prozent gekürzt. Nachdem bereits zum Jahresanfang die Solaranlagen-Betreiber 9 Prozent weniger Förderung hinnehmen mussten, sind die Einbußen nun insgesamt auf fast 25 Prozent angestiegen. Neue Solaranlagen auf Ackerflächen werden ab Juli nur noch in Ausnahmefällen gefördert. Den Rest des Beitrags lesen »
Ökomarkt mal anders bei Tengelmann
8. Dez 2008In einem Ökomarkt gibt es vor allem eines: Ökowaren zu ökologisch verträglichen Preisen. Ein Ökomarkt kann jedoch auch ganz anders aussehen. Wer wissen möchte, wie, sollte mal nach Speldorf in Mülheim fahren: Dort hat der erste umweltschonende Supermarkt der Kette Tengelmann eröffnet.
Doch drinnen gibt es erstaunlich wenig Ökowaren, denn der Supermarkt in Speldorf ist in seinem Grundgerüst Öko und nicht durch sein Warenangebot. „Leuchturm“ nennt Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub seine neue Filiale, die innerhalb von sieben Wochen mit einem „kleinen“ einstelligen Millionenbetrag ökologisch und energetisch optimiert wurde.
Durch das Glasdach der Filiale strömt Tageslicht in das Innere. Solarenergie sorgt für Strom, Erdwärme und Abwärme werden zum Heizen genutzt. LED-Lampen leuchten energiesparend und Kühlregale verhalten sich geschlossen, um keine Kühlenergie zu verschwenden. Laut dem Unternehmen wurden alle derzeit erhältlichen Techniken für den Umweltschutz und gegen hohe Energiepreise eingesetzt. Eine Investition, die sich lohnen soll. Herr Haub erwartet eine Reduzierung der Energiekosten von 50 Prozent und eine Verringerung des Kohlendioxidausstoßes um 100 Prozent.
Gut angelegtes Geld – nicht nur für die Umwelt, sondern auch für das Image des Unternehmens. Die Energie Agentur Nordrhein-Westfalen lobt Tengelmann als großes Vorbild und Haub sieht in seinem Klima-Supermarkt die Fortführung des mittlerweile 50-jährigen Umweltengagements der Marke Tengelmann.
Sündenfreier Strom für den Vatikan
28. Nov 2008Da, wo der Vatikan ist, erstrahlt die Sonne. Über der Audienzhalle des Papstes scheint sie jetzt auch noch für eine gute Sache: den Umweltschutz.
Seit Mittwoch, dem 27. November 2008, wird über Gottes Dach Strom erzeugt. Dafür wurden 2400 Solarmodule installiert, die in der Spitze bis zu 220 Kilowatt Strom erzeugen können.
Das sorgt für frische Luft im Vatikan, denn durch die Anlage können bis zu 225 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen eingespart werden. So wollten es Papst Johannes Paul II und Frank Asbeck. Wer Frank Asbeck ist? Frank Asbeck ist der Chef der deutschen Firma Solarworld.
Er muss ein schlimmer Sünder gewesen sein, denn wer verschenkt sonst eine jährliche Stromleistung von 300.000 Kilowattstunden? Der Generalablass dürfte damit vorfinanziert sein.
Und im Vatikan gibt es jetzt jeden Tag eine göttliche Erleuchtung.
Sonniges Logistikzentrum bei Lidl
21. Okt 2008Lidl hat einen neuen Weg gefunden, seine Gewinnzahlen zu erhöhen und gleichzeitig das etwas angeschlagene Image des Discounters zu polieren. So weit, so gut – hätten sie bei der Ankündigung ihres Logistikzentrums mit Solardach nicht maßlos übertrieben. Als die Anlage 2006 eröffnet wurde, sprachen Lidl von der größten „Solaraufdachanlage Deutschlands” und von einem klimafreundlichen Logistikzentrum. Diese Bezeichnungen treffen aber nur bedingt auf das Logistikzentrum in Hartheim bei Freiburg zu.
Zwar ist die Erzeugerleistung des Solardachs mit 1,1 Millionen Kilowattstunden beeindruckend und ausreichend für 600 Einfamilien-Haushalte, aber wird in Deutschland von anderen Anlagen übertroffen. Es ist nämlich nicht die größte Solardachanlage Deutschlands: Die Münchener Messe betreibt eine Solardachanlage mit einer doppelt so hohen Leistung und in Bürstadt bei Mannheim gibt es ein Logistikzentrum, welches sogar fünfmal so viel Strom erzeugt wie die Anlage von Lidl.
Am Logistikzentrum ist zudem nichts ökologisch optimiert, abgesehen vom Solardach. 5 Millionen Euro hat Lidl in die Solaranlage investiert – eine Summe, die sich dank des Erneuerbare-Energien-Gesetzes rentieren wird. Gemeint sind damit die Einspeisevergütungen, die die Bundesrepublik für die nächsten 20 Jahre allen Anbietern von alternativen Energien garantiert.
Da die Gewinnmargen mit 0,5 bis 2 Prozent bei Lidl sehr knapp kalkuliert sind, könnte es sein, dass der Discounter mit der Solaranlage auf dem Dach des Logistikzentrums mehr verdient als mit dem eigentlichen Geschäft im Logistikzentrum.
20 Watt für unter 1 Million Dollar
21. Sep 2008So ein richtiges Schnäppchen ist gebeamter Strom bisher nicht. Aber für ein Budget von unter 1 Million war einfach nicht mehr als ein Bruchteil von 20 Watt zu übertragen. Das zählt aber nicht: Wichtig ist die Technik, mit dem ein Teil des durch Solarpanele auf den Schildvulkan Haleakala auf Maui erzeugten Stroms übertragen wurde. Der Solarstrom wurde mittels Mikrowellen über 148 Kilometer nach Mauna Loa auf Hawaii gebeamt.
Durchgeführt hat das Experiment das Unternehmen „Managed Energy Technologies“ (MET), deren Chief Operating Officer, John Mankins, ein ehemaliger NASA-Mitarbeiter ist. Dieser erklärte auch, dass ein Großteil der erzeugten 20 Watt verloren gegangen sei, dies aber nicht an der Technologie liege, sondern am begrenzten Budget von unter 1 Million Dollar. Wäre mehr Geld in die Übertragungstechnik investiert worden, wäre eine deutlich höhere Stromübertragung möglich gewesen.
Trotzdem ist dieses Experiment ein riesiger Schritt in die Richtung, Strom aus dem Weltall zu beziehen. Mittels orbitaler Solarkollektoren und der Hochfrequenz-Mikrowellen-Übertragung könnte so bald Strom auf die Erde gebeamt und damit die Energieversorgung gesichert werden.
Grüner Produzieren
5. Jun 2008Strom ist teuer. Zunächst zahlt man den Strom an selbst, dann weitere 25 Euro pro Tonne CO2 Emission – und schließlich leidet auch das Firmenimage darunter, wenn man als Stromverschwender gilt. Das haben viele Firmen jetzt erkannt und setzen auf grünen Strom. Die Zentrale von Google in Kalifornien hat es vorgemacht und ist mittlerweile Selbstversorger – durch Solaranlagen. Das ist praktisch, sparsam und gut fürs Image. So sieht es auch der Vizepräsident von Ford, der zugleich auch Umweltbeauftragter des Konzerns ist.
Ford möchte durch den Einsatz von grünem Strom die Umweltbelastung, die durch die eigene Produktion entsteht, reduzieren. Nicht nur die Fahrzeuge selbst sollen weniger verbrauchen, sondern der ganze Lebenszyklus eines Autos soll von der Produktion bis zum Recycling umweltverträglicher werden. Deswegen setzt das Unternehmen Ford seit 2008 auf Wasserkraft, alleine durch das Werk in Köln werden so 190.000 Tonnen CO2 Emissionen eingespart. Der Reinigungsspezialist Kärcher macht es wie Google und nahm 2000 das größte Solarkraftwerk in seiner Region in Betrieb.
Der Trend geht zum Ökostrom. Immer mehr Unternehmen entdecken, dass sich damit Kosten sparen lassen und man gleichzeitig ein reineres Gewissen mit höherem Ansehen kombinieren kann. Wenn auch sie ein kleines Familienunternehmen haben und noch die Investitionen für eine eigene Solaranlage scheuen, dann vergleichen sie doch bei TopTarif, ob es auch für sie eine grüne Alternative gibt.

Verfasst von toptarif 