SOPA und PIPA sorgen für Aufruhr im Internet

18. Jan 2012
SOPA und PIPA

Wird Wikipedia auch noch in Zukunft die freie Enzyklopädie sein?

Der 18.01.2012 ist im wahrsten Sinne des Wortes ein schwarzer Tag für das Internet. Als Protestaktion gegen zwei Gesetzesentwürfe aus den USA zum Urheberrechtsschutz trägt die englische Version der freien Enzyklopädie Wikipedia heute schwarz. Auch andere Internetgrößen wie Google oder WordPress zeigen deutlichen Widerstand gegen SOPA (Stop Online Piracy Act) und PIPA (Protect IP Act) und die geplanten Netzsperren. Denn sie alle sehen die freie Meinungsäußerung im Falle eines Inkrafttretens bedroht. Schließlich sehen die Gesetze vor, dass IP-Adressen komplett aus dem Internet gelöscht und in Suchmaschinen auftauchende Websites herausgenommen werden können. Amerikanische Besitzer von Urheberrechten soll es also ermöglicht werden, die unrechtmäßige Veröffentlichung und Verbreitung von ihren Inhalten im Internet zu untersagen. Am 24. Januar wird der Senat erstmalig über die Gesetzesentwürfe abstimmen. Doch zwischen dem Weißen Haus und dem Repräsentantenhaus herrscht Uneinigkeit. Den Rest des Beitrags lesen »


Internet ersetzt unser Gedächtnis

19. Jul 2011
Wikipedia

Wikipedia: Hier wird Dir geholfen

Was war noch einmal die Hauptstadt von Madagaskar? Es liegt einem auf der Zunge, doch man kommt einfach nicht drauf. Warum sich aber lange quälen, wenn man im Zeitalter von Wikipedia und Google lebt? Genau das denken sich auch die meisten Internetnutzer. Wozu soll man sich etwas merken, wenn man alles googeln kann? Eine aktuelle Harvard-Studie zeigt, dass das World Wide Web unsere Gehirnleistung deutlich negativ beeinflusst. Bedeutet es, dass mit dem Fortschritt der Technologie die Menschen denkfauler oder gar dümmer werden? Den Rest des Beitrags lesen »


Wikipedia Sperrung durch Lutz Heilmann

19. Nov 2008

Alles nur ein PR-Gag? Oder doch ein kleiner Amoklauf einer eitlen Seele?
Lutz Heilmann, Mitglied des deutschen Bundestages (MdB) für DIE LINKE und ehemalig hauptamtlicher Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), hatte am Wochenende die Nase voll von der freien Meinungsäußerung auf Wikipedia.de. Er lies am 13. November 2008 per einstweiliger Verfügung des Landgerichts Lübeck die Seite sperren mit der Forderung, bestimmte Äußerungen über ihn zu löschen. Eine dumme Idee, denn das Netz sollte man sich nicht zum Feind machen.
Ein paar Stunden später hatte er dann auch ein Einsehen und zog seine Verfügung zurück. Seine Kollegin Petra Pau versucht jetzt den Sympathieverlust für DIE LINKE wieder wett zu machen. Auf der Seite der Linken erklärt sie jetzt, dass DIE LINKE niemals für Zensur ist und außerdem Wikipedia ganz toll findet.
Wer es glaubt? Der Betreiber der Seite Netzpolitik beurteilt die Aktion des Herrn Heilmann als gelungene PR-Maßnahme. Ob man Herrn Heilmann nun mag oder auch nicht – sein Name müsste sich über den nahenden Wahlkampf hinaus in die Köpfe eingeprägt haben.


Follow

Get every new post delivered to your Inbox.