Von Gewinnern und Verlierern oder der Fall RIM

RIM: Blackberrys nicht mehr beliebt

Wird es RIM wie Nokia ergehen oder schafft der Blackberry-Hersteller noch ein Comeback in Zeiten der Touchscreens?

Des einen Freud ist des anderen Leid, heißt es im Volksmund. Ein aktueller Fall am Telekommunikationsmarkt zeigt, dass alte Weisheiten tatsächlich nie alt werden. Der einstige Sieger auf dem Smartphone-Markt, Blackberry-Produzent RIM, sieht schweren Zeiten entgegen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Sie erinnern sich an die Blackberrys? Noch vor einigen Jahren waren sie das wichtigste Utensil in der Brieftasche eines jeden Geschäftsmannes. Wenn wir heute zum Geschäftstermin erscheinen, erwartet uns hingegen eine Welt der Touchscreens. Längst hat Apples iPhone die Blackberry-Ära beendet.

iPhone und Android-Smartphones auf dem Siegeszug

Die starke Konkurrenz setzt RIM weiterhin unter Druck. Die kommenden Quartale werden eine finanzielle Herausforderung für den Konzern, sagte der deutschstämmige Konzernchef Thorsten Heins gestern gegenüber der Presse. Im ersten Quartal musste der Blackberry-Hersteller derbe Verluste hinnehmen, woraufhin die Aktie um weitere 12 Prozent einbrach.

iPhone für Technik-Freaks, Blackberry für Business-Leute – das war mal

Es war mal der Ruf des Blackberry – bequeme E-Mail-Kommunikation für das Business. In den Anfängen des iPhones galt der Konkurrent aus dem Hause Apple vielleicht noch als teures Spielzeug. Ob am Coffeeshop-Counter oder beim Geschäftsessen – heute zücken Praktikanten und Chefs gleichermaßen die Touchscreen-Wunder. In diesem Kontext scheinen die Hoffnungen von RIM, durch ein Sparprogramm und sein neues Betriebssystem Blackberry 10 wieder Fuß zu fassen, eher unrealistisch. Und die Geschichte von Gewinnern und Verlierern erinnert auch irgendwie an ein anderes, fast schon vergessenes Drama am Telekommunikationsmarkt. Die Mobilfunk-Ära läuteten nämlich vor über einem Jahrzehnt nicht etwa Apple, Google oder RIM ein, sondern… der schwedische Technologie-Riese Nokia. Gefühlte 100 Jahre später ist Nokia mit Einzug der Smartphones einfach von der Bildfläche verschwunden. Oder kennen Sie noch jemanden, der ein Nokia-Gerät besitzt und seine Termine über ein 1,8 Zoll-Display synchronisiert?

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Mit Material von dpa

Bild © Andreas Haertle – Fotolia.com

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